Jahrestrainingsplan · U14–U23

Woche 34: 4-3-3 – Außenstürmer einsetzen

3 komplette Trainingseinheiten mit 12 Übungen – erstellt von lizenzierten Trainern. Öffne jede Übung mit einem Klick in der easy2coach Web-App.

Darum geht es diese Woche

Das 4-3-3 ist formal betrachtet ein sehr offensiv ausgerichtetes Spielsystem und ist im Spitzenfußball charakteristisch für Teams, welche über sehr dribbelstarke Außenbahnspieler verfügen. In den letzten Jahren haben fast alle Sieger der Champions League den Großteil ihrer Spiele im 4-3-3 bestritten. Beispielsweise hat der FC Liverpool letzte Saison fast immer mit Salah und Mané als Außenstürmern gespielt, und in der Saison 2014/15 hat der FC Barcelona mit Neymar und Messi als Außenstürmern das Finale gegen Juventus Turin gewonnen.

Ziel dieser Trainingswoche wird es sein, das Angreifen im 4-3-3 kennenzulernen. Beim Spiel mit 3 Angreifern können die beiden Flügelspieler je nach Vorgabe im Halbraum oder an der Außenlinie agieren. Im Mittelfeld ist das Zentrum mit einem Sechser und 2 Achtern sehr kompakt besetzt.

Wird das 4-3-3 mit breit stehenden Außenstürmern gespielt, sind die Flügel doppelt besetzt und die gegnerische Kette wird auseinandergezogen. Dadurch können die Schnittstellen von den Außenstürmern, aber auch vom ballnahen Achter besser belaufen werden. Zusätzlich hilft die breite Positionierung dem Flügelstürmer, nach einem Zuspiel mehr Tempo aufzunehmen und gegen den gegnerischen Außenverteidiger ein 1 gegen 1 zu lösen.

Eine weitere Möglichkeit, wie die Außenstürmer das Spiel gestalten können, ist das Fallenlassen ins Mittelfeld. Dadurch wird die Außenbahn für den ballnahen Achter oder den Außenverteidiger geöffnet. Geht der gegnerische Außenverteidiger dem Flügelstürmer jedoch nicht nach, kann dieser nach einem Zuspiel vor der Viererkette aufdrehen.

Im Spielaufbau hat der Sechser meistens die Aufgabe, sich hinter den gegnerischen Spitzen anzubieten. Er ist gegen ein 4-4-2 häufig ohne Gegenspieler, da sich die beiden zentralen Mittelfeldspieler des Gegners oft auf die beiden Achter konzentrieren.

Letzte Woche wurde der abkippende Sechser kennengelernt. Dieser kann auch sehr gut im 4-3-3 zum Einsatz kommen, um das eigene Spiel flexibler zu gestalten. Dabei lässt sich der defensive Mittelfeldspieler zwischen die Innenverteidiger fallen. Die Außenverteidiger schieben auf Höhe der Achter. Dadurch bildet sich eine Viererkette im Mittelfeld. Die Außenstürmer agieren in diesem Fall im Halbraum. Somit wird aus dem 4-3-3 ein 3-4-3. Eine Lösung, die gegen 2 Spitzen angewendet werden kann, wenn die Innenverteidiger keine gewinnbringenden Lösungen im Spielaufbau finden.

Autor Luis Österlein

Trainingseinheit 1

4 Übungen

n der ersten Einheit zum Angreifen im 4-3-3 geht es um das Einsetzen der Außenstürmer. Dabei wird sowohl auf Zuspiele in den Rücken in der Viererkette als auch auf Pässe vor die letzte Kette eingegangen. Dabei ergeben sich je nachdem, ob der Außenstürmer auf de Flügel oder im Halbraum agiert, verschieden Lösungsansätze.

Gegen ein 4-4-2 können die Außenstürmer sehr gut von den Innenverteidigern im Halbraum angespielt werden. Dabei kann der Außenstürmer auch von der breiten Position in den Halbraum ziehen und muss nicht dauerhaft in diesem agieren. Geht der Flügelstürmer dem Innenverteidiger dabei noch entgegen und zieht den gegnerischen Außenverteidiger mit, öffnet sich Außenbahn für den ballnahen Achter oder den Außenverteidiger. Bleibt der gegnerische Außenverteidiger in der Kette, kann der Flügelstürmer nach einem Zuspiel aufdrehen.

Wird gegen einen Gegner im 4-4-2 mit Mittelfeldraute gespielt, kann die Überzahl am Flügel ausgespeilt werden. Dafür kann bereites eine zügige Spielverlagerung von Außenverteidiger zu Außenverteidiger genügen. Diese können den Ball dann problemlos der Linie entlang auf den breitstehenden Flügelstürmer spielen. Der Außenstürmer sollte dabei möglichst in einer offenen Stellung eingesetzt werden, um direkt Tempo für ein 1 gegen 1 aufnehmen zu können.

Wird mit einem 4-3-3 gegen ein 4-3-3 gespielt bieten sich besonders diagonale Flugbälle der Innenverteidiger auf den ballfernen Außenstürmer an. Auf diese Lösungsoption wird jedoch erst in der übernächsten Trainingseinheit eingegangen.

Soll der Flügelspieler direkt in die Tiefe angespielt werden, kann dies sehr gut durch ein Schnittstellenball umgesetzt werden. Hat beispielsweiße ein Achter den Ball, kann sich der Flügelstürmer von der breiten Positionierung parallel zur Kette in Richtung Spielfeldmitte bewegen. Nun kann der Achter durch die Gasse zwischen dem gegnerischen Innen- und Außenverteidiger passen. Mit dem Zuspiel startet der Flügelstürmer in die Tiefe.

Gelingt es einem der beiden Flügelstürmer durch ein Dribbling oder ein Pass in die Tiefe am Flügel durchzubrechen, ist es wichtig, dass die gefährlichen Räume vor dem Tor belaufen werden. Dabei sollte sich der ballferne Außenstürmer unbedingt mit einschalten und den 2. Pfosten belaufen, der Mittelstürmer kann sich in Richtung kurzen Pfosten bewegen. Ein Achter kann zusätzlich noch mit einlaufen. Der zweite Achte agiert im Rückraum.

Coaching Points der Einheit
  • Flügelstürmer kommt kurz entgegen und zieht Außenverteidiger aus der Kette: Achter oder Außenverteidiger starten in die Tiefe
  • Flügelstürmer: aus dem Deckungsschatte in den Halbraum bzw. nach außen lösen
  • Außenstürmer: 1. Kontakt möglichst offen zur Spielrichtung. Sofort Tempo aufnehmen und steil andribbeln
  • Beide Pfosten und Rückraum belaufen. Der ballferne Außenstürmer läuft immer mit ein
  • Für einen Pass in die Tiefe von der breiten Position parallel zur Kette bewegen und mit dem Pass in die Tiefe starten
Übung 1

Aufwärmen: Koordinationstraining

20 min

Zuerst laufen die Spieler drei Runden locker durch den Parcours. Danach werden die Stationen wie folgt absolviert:

  1. Sprung über das Stangenkreuz.
  2. Mit zwei Kontakten über die Hürden.
  3. Schnelle, kurze Sidesteps an den schrägen Stangen vorbei — hin und zurück.
  4. Mit zwei Kontakten durch die Hürden.
  5. Vorgegebene Übung durch die Koordinationsleiter.
  6. Je dreimal Knieheben über die mittelhohen Hürden.
  7. Sprünge über die kleinen Hürden und anschließend zur Seite.

Variationen: An den Sprunghürden und an der Koordinationsleiter regelmäßig wechseln.

  • Koordinationsleiter: zwei Kontakte vorwärts und seitlich; drei Kontakte vorwärts; erst ein Kontakt links, dann zwei Kontakte im Feld, dann ein Kontakt rechts; zwei Kontakte mit Anfersen oder Kniehub des rechten beziehungsweise linken Fußes; mit zwei Kontakten zwei Felder vor und wieder eines zurück.
  • Sprunghürden: mit Zwischensprung, einbeiniger Absprung, einbeinige Landung kurz halten, seitliche Sprünge.
Material & Aufbau

Feld: Ein Parcours mit sieben Stationen aus Stangen, Hürden, Koordinationsleiter und Hütchen.

Material: 10 Stangen, 11 Hürden, 1 Koordinationsleiter und 3 Hütchen.

Spieler: Die Spieler durchlaufen den Parcours nacheinander.

Coaching Points
  • Coaching Points
  • Bei den Sprunghürden und der Koordinationsleiter regelmäßig Variationen durchführen lassen.
  • • Koordinationsleiter: 2 Kontakte vorwärts und seitlich, 3 Kontakte vorwärts, erst 1 Kontakt links, dann 2 Kontakte im Feld, dann 1 Kontakt rechts, 2 Kontakte, dabei mit dem rechten/linken Fuß immer anfersen oder ein Kniehub durchführen, mit 2 Kontakten 2 Felder, dann wieder 1 zurück
  • • Sprunghürden: mit Zwischensprung, einbeiniger Absprung, einbeinige Landung kurz halten, seitliche Sprünge
Übung 2

Torschussparcours I

20 min35 x 20 Meter

Gruppe A: Der Spieler dribbelt im Slalom durch den Hütchenparcours. Er startet links neben dem Hütchen mit der linken Innenseite und führt den Ball mit beiden Füßen — rechts vom Hütchen mit dem rechten Fuß, links vom Hütchen mit dem linken. Der Torschuss erfolgt gezwirbelt mit rechts.

Gruppe B 1: Der Spieler macht vor dem Hütchen eine Sprungfinte und schließt ab: Er nimmt den Ball mit der rechten Innenseite nach links am Hütchen vorbei mit, spielt ihn hinter dem Hütchen mit dem rechten Außenrist nach rechts und schießt mit der Innenseite oder dem Vollspann auf das große Tor. Der gleiche Bewegungsablauf ist seitenverkehrt mit links möglich.

Gruppe B 2: Der Spieler umdribbelt die Hütchen mit freier Fußwahl und schießt mit rechts.

Gruppe C: Der Spieler dribbelt im Slalom durch den Hütchenparcours. Er startet rechts neben dem Hütchen mit dem linken Außenrist und führt den Ball mit beiden Füßen — rechts vom Hütchen mit dem linken Fuß, links vom Hütchen mit dem rechten. Der Torschuss erfolgt gezwirbelt mit links.

Die Gruppen bleiben entweder für einen festgelegten Zeitraum an einer Station oder wechseln nach jedem Torschuss im Uhrzeigersinn. Ist kein Torwart dabei, geht der Torschütze nach jedem nicht erzielten Tor selbst ins Tor.

Hinweis: Als Motivation eignet sich eine Wette mit der Gruppe, etwa „Ihr schafft keine zehn Tore in drei Minuten“ — der Verlierer macht 15 Liegestütze. Ebenso möglich ist eine Wette zwischen Torhüter und Feldspielern.

Material & Aufbau

Feld: Ein Torschussparcours mit drei nebeneinanderliegenden Gruppen. Gruppe A und Gruppe C bauen je einen Slalom aus 6 Hütchen auf, der auf ein Minitor zuführt. Gruppe B in der Mitte hat zwei Bahnen, B1 und B2, mit je 3 Hütchen; beide führen auf das große Tor zu.

Material: 18 Hütchen, 2 Minitore und 1 Großfeldtor.

Spieler: An jeder Bahn stellen sich die Spieler mit ihrem Ball auf. Das große Tor ist mit einem Torhüter besetzt.

Coaching Points
  • Der Spieler dribbelt in hohem Tempo durch den Slalomparcours.
  • Die Körperfinte wird sauber ausgeführt; Ballannahme und Ballmitnahme sind jeweils nur ein Kontakt.
  • Verschiedene Torschusstechniken einfordern: Innenseite, Vollspann, Außenrist, Innenspann und Zwirbeln.
  • Beidfüßigkeit beim Torschuss üben.
  • Auf die richtige Körperhaltung achten.
  • Vor dem Abschluss nicht anhalten, sondern aus der Laufbewegung heraus schießen.
Übung 3

5 gegen 3 + Außenstürmern

20 minHalbes Spielfeld
  • Im Halbkreis spielt das rote Team 5 gegen 3 gegen das blaue Team. Die roten Spieler haben zwei Ballkontakte, die blauen Spieler versuchen, den Ball zu erobern.
  • Erobern die blauen Spieler den Ball, passen sie ihn sofort Richtung Tor in den Laufweg eines der beiden blauen Außenstürmer.
  • Sobald der Pass erfolgt ist, schalten sich die Spieler aus dem Halbkreis in den Angriff ein: Die drei blauen Spieler werden zu Angreifern, das rote Team wird zum Verteidiger. Der zweite Flügelspieler schaltet sich ebenfalls ein, sodass 5 gegen 5 gespielt wird.
  • Nach einer gewissen Zeit wechseln Team Rot und Team Blau die Positionen.
Material & Aufbau

Feld: Auf der Grundlinie steht ein Tor.

Material: 1 Tor, mindestens 5 Leibchen und mehrere Bälle.

Spieler: In das Tor geht ein Torhüter. Es werden zwei Fünferteams gebildet — Rot und Blau. Die fünf roten Spieler begeben sich zusammen mit drei blauen Spielern in den Halbkreis an der Mittellinie. Von den beiden übrigen blauen Spielern stellt sich einer an der linken, der andere an der rechten Seitenauslinie auf die Mittellinie.

Coaching Points
  • Die drei Unterzahlspieler im Halbkreis werden nach Ballgewinn sofort zu Offensivspielern.
  • Der Pass wird scharf Richtung 16-Meter-Ecke gespielt.
  • Die Außenbahnspieler bleiben konzentriert und suchen den schnellsten Weg zum Tor.
  • Die ballbesitzenden Spieler im Halbkreis kontrollieren den Ball und haben in der Mitte immer einen zentralen Anspieler.
  • Nach Ballverlust sprinten sie sofort zum Tor und versuchen, den Angriff zu unterbinden.
Übung 4

Spiel in die Tiefe mit Steckzonen

30 minGanzes Spielfeld
  • Zwischen den Steckzonen wird 9 gegen 9 oder 10 gegen 10 gespielt.
  • Zum Torabschluss dürfen Bälle in die Steckzone gespielt werden; danach spielt der einlaufende Stürmer im 1 gegen 1 gegen den Torhüter.
  • Die verteidigende Mannschaft darf dann nicht mehr eingreifen und lediglich den Steckball verhindern.

Variationen:

  • Ein Verteidiger darf in die Steckzone nachrücken.
  • Für den unbedrängten Spielaufbau dürfen die beiden Innenverteidiger in ihre Steckzone.
Material & Aufbau

Feld: Vier Kegel markieren die Steckzonen; an den Enden stehen zwei Tore.

Material: 4 Kegel, 2 Tore und mehrere Bälle.

Spieler: Zwei Mannschaften im 9 gegen 9 oder 10 gegen 10 sowie zwei Torhüter.

Coaching Points
  • Auf Abseits achten. Bei Übungen mit Spiel in die Tiefe bietet es sich an, dass sich ein Übungsleiter auf Höhe der letzten Verteidiger positioniert — von dort lassen sich Abseitsstellungen gut erkennen und die Bewegungen der Stürmer coachen.
Die komplette Einheit als fertiger Trainingsplan – mit animierten Übungen in der Web-App. Zur Web-App

Trainingseinheit 2

4 Übungen

In der heutigen Einheit wird es um das 4-3-3 mit Außenstürmern gehen, welche im Halbraum agieren. Um die Flügel auch in der tiefe ausreichend zu besetzen, agieren die Außenverteidiger relativ hoch. Dabei kann das System bei Ballbesitz auch sehr gut zu einem 3-4-3 umgewandelt werden, indem sich der Sechser im zwischen die beiden Innenverteidiger fallen lässt.

Das Agieren mit Außenstürmern im Halbraum bietet sich besonders gegen Gegner im 4-4-2 an. Dabei kann der Innenverteidiger den Außenstürmer sehr gut in der Lücke zwischen dem äußeren und dem zentralen Mittelfeldspieler des Gegners anspielen. Wichtig ist, dass der ballnahe Außenverteidiger und Achter zügig nachrücken, um diese mit einem Klatschball offen zur Spielrichtung einsetzen zu können.

Wichtig um die Lücke im Halbraum bespielbar zu machen ist, dass der ballnahe Achter diesen nicht beläuft. Vielmehr sollte der Achter den ballnahen zentralen Mittelfeldspieler des Gegners im Zentrum binden.

Hält der äußere Mittelfeldspieler sehr lange das Halbraum, um diesen zu schließen, kann der ballnahe Außenverteidiger sehr gut eingesetzt werden. Dieser sollte dabei mindestens auf Höhe der gegnerischen Mittelfeldreihe agieren und den Ball mit dem ersten Kontakt und einer offenen Stellung direkt in die Spielrichtung mitnehmen.

Ein weiterer Vorteil, welcher sich durch das 4-3-3 mit Außenstürmern im Halbraum ergibt, ist dass die gegnerische Viererkette keine klare Zuordnung hat. So sind die gegnerischen Innen- und Außenverteidiger immer wieder gezwungen die Außenstürmer immer wieder zu übergeben. Auch die beiden Innenverteidiger des Gegners müssen die Verantwortung für den Mittelstürmern immer wieder an den Nebenmann abgeben. Um dies auszunutzen, können sich die 3 Angreifer immer wieder ganz bewusst in die Lücken der letzten Kette bewegen.

Coaching Points der Einheit
  • Achter: Halbraum nicht belaufen, um Lücke zu öffnen
  • Achter und Außenverteidiger: Nach Ball in die Tiefe sofort für einen Klatschball nachrücken
  • Gegenspieler im Rücken Ball mit gegnerfernen Fuß fest machen bzw. klatschen lassen
  • Außenverteidiger: hoch agieren, um die Mittelfeldreihe mit 1 Kontakt zu überwinden
  • 3 Stürmer: in die Lücken der gegnerischen Viererkette bewegen
Übung 1

Passform Kreis

20 minJe nach Gruppengröße und Trainingsziel

Die Belastungszeit beträgt je Variante ein bis zwei Minuten; danach tauschen die Spieler aus dem Zentrum mit den Außenspielern.

  1. Der zentrale Spieler läuft einen beliebigen Außenspieler an und fordert den Ball zum Doppelpass; anschließend löst er sich zu einem anderen Außenspieler und fordert erneut den Ball zum Doppelpass.
  2. Der zentrale Spieler läuft einen beliebigen Außenspieler an, fordert den Ball, nimmt ihn an und dreht auf. Es folgt ein Tempodribbling über fünf bis sechs Meter mit enger Ballführung — jeder Schritt ein Kontakt, beide Füße werden geschult — und ein druckvoller Pass zurück zu dem Außenspieler, von dem der Ball kam. Danach orientiert sich der zentrale Spieler sofort zu einem anderen Außenspieler.
  3. Wie die zweite Variante, jedoch mit abschließendem druckvollem Pass zu einem anderen Außenspieler.

Hinweis: Brauchen die Spieler in der dritten Variante zu lange, um eine Anspielstation außen zu finden, werden zwei bis drei Bälle aus dem Spiel genommen. Die Durchgänge bleiben kurz, aber intensiv.

Material & Aufbau

Feld: Hütchen markieren einen Kreis.

Material: Hütchen und je Außenspieler ein Ball.

Spieler: Die Mannschaft wird in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe verteilt sich mit je einem Ball um den Kreis, die zweite Gruppe steht innerhalb des Kreises.

Coaching Points
  • Den Ball verbal fordern.
  • Blickkontakt aufbauen.
  • Die Aktionen mit Ball im hohen, spielnahen Tempo durchführen.
Übung 2

Torschuss und Pass-Kombi

20 minHalbes Spielfeld
  • Spieler A spielt einen Pass auf Spieler B.
  • Spieler B lässt den Ball klatschen.
  • Spieler A passt auf Spieler C.
  • Spieler C dribbelt in Richtung Grundlinie und flankt auf Spieler B.
  • Anschließend wechselt Spieler A auf die Position von B, Spieler B auf die von C und Spieler C auf die von A.
  • Die Übung wird im Wechsel über links und rechts durchgeführt.

Variationen: Ein ballferner Außenspieler läuft mit ein; er beläuft den zweiten Pfosten, Spieler B den ersten.

Material & Aufbau

Feld: Hütchen markieren die Positionen; an einem Ende steht ein Tor.

Material: Hütchen, 1 Tor und mehrere Bälle.

Spieler: Die Spieler A, B und C; dazu ein Torhüter.

Coaching Points
  • Den Ball mit dem gegnerfernen Fuß klatschen lassen.
  • Den Pass in den Vorderfuß oder in den Lauf von Spieler C spielen.
  • Spieler C nimmt den Ball direkt in die Bewegung mit.
  • Spieler B setzt sich zuvor ballfern ab und läuft dann diagonal in Richtung Tor und Flankengeber ein.
  • Spieler B läuft nicht zu früh ein.
Übung 3

Angriff zentral aus 4 3 3

25 min
  • Der Sechser eröffnet das Spiel mit einem Pass auf eine der drei Spitzen.
  • Die Spitzen versuchen, ein Tor zu erzielen.
  • Gewinnen die Verteidiger den Ball, schließen sie so schnell wie möglich auf die Minitore ab.
Material & Aufbau

Feld: Hütchen markieren das Spielfeld; an einer Seite stehen drei Minitore, am anderen Ende ein Tor.

Material: 3 Minitore, 1 Tor, Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: Zwei Vierergruppen — ein Sechser und drei Spitzen gegen vier Verteidiger; dazu ein Torhüter.

Coaching Points
  • Den Ball mit dem gegnerfernen Fuß verarbeiten.
  • Dabei in einer seitlichen Stellung zum Gegenspieler agieren, um den Abstand zwischen Ball und Gegenspieler möglichst groß zu halten.
  • In dieser seitlichen Stellung zeigt die Körpervorderseite zum Zentrum, sodass der Ball in die Mitte mitgenommen werden kann.
  • Angriffe zügig zu Ende spielen.
Übung 4

Spielform Flügel

25 minHalbes Spielfeld
  • Es wird im freien Spiel im 8 gegen 7 gespielt.
  • Eine Mannschaft agiert mit Viererabwehrkette und Dreiermittelfeld und versucht, über die Mittellinie zu kontern.
  • Das andere Team startet das Spiel nach einem Zuspiel des Trainers und agiert mit Vierermittelfeld und drei Angreifern.
  • Ihr Ziel ist der Abschluss auf das Tor.
Material & Aufbau

Feld: Kegel markieren das Spielfeld; an einem Ende steht ein Tor.

Material: Kegel, 1 Tor und mehrere Bälle.

Spieler: Ein Team mit acht Spielern gegen ein Team mit sieben Spielern; dazu ein Torhüter.

Coaching Points
  • Der Stürmer verarbeitet den Ball mit dem gegnerfernen Fuß.
  • Er agiert dabei in einer seitlichen Stellung zum Gegenspieler, um den Abstand zwischen Ball und Gegenspieler möglichst groß zu halten.
  • In dieser Stellung zeigt die Körpervorderseite zum Zentrum, sodass der Ball in die Mitte mitgenommen werden kann.
  • Angriffe werden zügig zu Ende gespielt.
  • Der Achter schiebt nach einem Ball in die Tiefe sofort nach, um anspielbar zu sein.
  • Er hält das Zentrum und bindet Gegenspieler, um den Passweg in den Halbraum zu öffnen.

Trainingseinheit 3

4 Übungen

Eine weitere Möglichkeit die Außenstürmer im 4-3-3 einzusetzen sind diagonale Flugbälle. Dabei kann der Flugball in den Rücken der Abwehr oder in die Breite gespielt werden.

Ersteres ist besonders gegen hochstehende Gegner eine Option. Dabei wird der Flugball am besten in den Rücken des gegnerischen Außenverteidigers gespielt. Damit der Außenstürmer auch zuerst den Ball erläuft, sollte dieser bereits vor dem Zuspiel in Bewegung sein. Dafür startet der Spieler aus einer breiten Position und bewegt sich parallel zur gegnerischen Viererkette. Sobald der Flugball gespielt wird startet der Flügelstürmer in die Tiefe. Wurde der Ball schnell unter Kontrolle gebracht, kann oftmals der Laufweg des gegnerischen Außenverteidigers gekreuzt werden und direkt zum Tor gezogen werden.

Flugbälle in die Breite bieten sich besonders dann an, wenn die gegnerische Kette sehr weit zu einer Seite verschiebt, um ballnah Überzahl herzustellen und den Raum sehr eng zu machen. In solchen Spielsituationen sind Spielverlagerungen ein effektives Mittel, um sich aus dem Druck zu befreien und einen Angriff über die andere Seite vorzubereiten. Wichtig bei Spielverlagerungen ist eine schnelle Umsetzung, welche auch durch Flugbälle umgesetzt werden kann. Gelingt es das Spiel mit einem diagonalen Flugball zu verlagern, darf keine Zeit verloren werden, um den gewonnenen Raum zu nutzen. Dafür muss der Außenstürmer den Ball zügig flach machen, Tempo aufnehmen und steil andribbeln.

Coaching Points der Einheit
  • Außenverteidiger und Innenverteidiger: Positionen sofort anpassen, wenn der Sechser abkippt
  • Dreieck bilden
  • Mutig aber nicht überhastet andribbeln
  • Scharfes und präzises Passspiel
  • Abkippenden Sechser in den Vorderfuß anspielen
  • Ball sofort in die Bewegung mitnehmen
  • Restlichen Spieler: Spielfeld tief machen
Übung 1

Passspiel + Koordination

15 min
  • Spieler A passt gerade auf Spieler B.
  • Spieler B passt diagonal auf Spieler C.
  • Spieler C passt gerade zu Spieler D.
  • Spieler D spielt den Ball wieder diagonal zur Startposition von Spieler A, und die Abfolge beginnt von vorne.
  • Die Spieler laufen ihren Zuspielen nach.

Variationen:

  • Zuerst wird mit zwei Kontakten gespielt. Haben die Spieler keine Schwierigkeiten, kann die Übung mit zwei Bällen und im Direktpassspiel durchgeführt werden.
  • Auf den diagonalen Laufwegen Übungen des Lauf-ABC ausführen.
Material & Aufbau

Feld: Vier Hütchen markieren ein Quadrat.

Material: 4 Hütchen und ein bis zwei Bälle.

Spieler: Die Spieler verteilen sich gleichmäßig an den vier Hütchen.

Coaching Points
  • Sobald mit zwei Bällen gespielt wird, darauf achten, sich auf den diagonalen Lauf- und Passwegen nicht gegenseitig zu behindern.
  • Sich dabei durch gegenseitiges Coaching unterstützen.
Übung 2

2 vs 2 am Flügel

25 min15 x 25 Meter
  • Im markierten Feld wird 2 gegen 2 gespielt, bis ein Treffer fällt.
  • Ziel ist es, durch eines der beiden Hütchentore zu dribbeln.
  • Dauert das 2 gegen 2 länger als ein bis zwei Minuten oder hat ein Team ein Hütchentor durchdribbelt, sind die nächsten beiden Teams an der Reihe.
Material & Aufbau

Feld: Rote Hütchen markieren das Spielfeld, gelbe die Dribbeltore.

Material: Hütchen in zwei Farben und mehrere Bälle.

Spieler: Mehrere Zweierteams.

Übung 3

Angriff im 4-3-3

25 minHalbes Spielfeld

Alle drei Varianten werden abwechselnd ausgeführt. Die Spieler entscheiden selbst, welche Aktion sie starten; es muss jedoch jedes Mal eine andere Aktion sein.

  1. Der Achter spielt einen Pass auf den Außenverteidiger. Dieser spielt den Ball weiter auf den Außenstürmer im Halbraum und startet in die Tiefe. Der Außenstürmer spielt zurück auf den Außenverteidiger, der eine Hereingabe spielt. Der Mittelstürmer und der ballferne Außenstürmer laufen ein, der ballnahe Außenstürmer beläuft den Rückraum.
  2. Der Achter spielt mit dem Außenstürmer einen Doppelpass um den Dummy im Zentrum und schließt direkt im Anschluss ab.
  3. Der Achter spielt den Mittelstürmer an, der den Ball direkt in den Lauf des Außenstürmers weiterleitet; dieser schließt ab.
Material & Aufbau

Feld: Vier Dummies stellen Gegenspieler dar; an einem Ende steht ein Tor.

Material: 4 Dummies, 1 Tor und mehrere Bälle.

Spieler: Sieben Angreifer und zwei Verteidiger; bei mehr Spielern rotieren die Positionen. Dazu ein Torhüter.

Coaching Points
  • Bei allen Varianten auf ein spielnahes Tempo achten.
  • In der ersten Variante mit Tempo in die Tiefe starten, nicht zu früh einlaufen und ersten Pfosten, zweiten Pfosten sowie Rückraum belaufen; die Hereingabe direkt oder spätestens mit dem zweiten Kontakt spielen.
  • In der zweiten Variante den Dummy andribbeln, um ihn zu binden, und nach dem Abspiel sofort einen explosiven Tempowechsel durchführen.
  • In der zweiten Variante spielt der Mittelstürmer den Ball mit dem gegnerfernen Fuß.
  • In der dritten Variante den Mittelstürmer scharf anspielen; er leitet den Ball mit dem gegnerfernen Fuß weiter.
Übung 4

Positionstraining langer Ball auf Flügel 4 3 3

25 min
  • Das Spiel startet mit Ballbesitz der roten Sechser.
  • Team Rot hat das Ziel, in die Flügelzone zu dribbeln oder zu passen.
  • Nach spätestens sechs Pässen muss Team Rot einen Diagonalball in die Flügelzone spielen.
  • Erobert Team Blau den Ball, kann es einen Treffer auf ein Minitor erzielen.
Material & Aufbau

Feld: Zwei Hütchen markieren die Flügelzone; an einem Ende steht ein Tor, an der gegenüberliegenden Seite drei Minitore.

Material: 1 Tor, 3 Minitore, 2 Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: Team Rot im Angriff mit zwei Sechsern und einem Außenstürmer, Team Blau in der Verteidigung; dazu ein Torhüter.

Coaching Points
  • Flugbälle möglichst gegen die Verschieberichtung spielen.
  • Das Spielfeld breit und tief machen.
  • Der Außenstürmer ist bereits vor dem Flugball in Bewegung.
  • Den Flugball in den Rücken des gegnerischen Außenverteidigers spielen.
  • Flugbälle mit Unterschnitt und ohne Effet spielen.
  • Nach Pass, Dribbling oder Flugball in die Endzone zügig zum Abschluss kommen.
Dein Training. Deine Web-App.

Die kompletten Trainingspläne gibt es in der Web-App

  • Alle 52 Wochen, bis zu drei Einheiten pro Woche
  • Über 3.000 Übungen – viele animiert
  • Eigene Trainingspläne erstellen & mit dem Team teilen
Kostenlos starten

Kein Abo, keine Kreditkarte. Anmeldung in 1 Minute.