Jahrestrainingsplan · U14–U23

Woche 50: Anbieten – Flügel & Stürmer

3 komplette Trainingseinheiten mit 12 Übungen – erstellt von lizenzierten Trainern. Öffne jede Übung mit einem Klick in der easy2coach Web-App.

Darum geht es diese Woche

In der letzten Trainingswoche wurde das Anbiete- und Freilaufverhalten der Innenverteidiger, Außenverteidiger und Sechser trainiert. Auch in dieser Woche wird es um die Bewegung ohne Ball gehen. Da sich der Sechser sehr variabel in den Spielaufbau miteinbringen kann, wird eine 2. Einheit zum Anbiete- und Freilaufverhalten des defensiven Mittelfeldspielers durchgeführt.

In der 2. und 3. Einheit dieser Woche geht es dann weiter mit den Spielern, welche nicht unmittelbar am Spielaufbau beteiligt sind. Die Stürmer und Flügelspieler werden Möglichkeiten kennenlernen und trainieren, sich in der Tiefe anzubieten.

Die Verteidiger und Sechser können den Ball im Spielaufbau noch so gut laufen lassen, aber ohne Anspielstationen in der Tiefe wird das Passspiel zum Selbstzweck. Deswegen ist es wichtig, dass sich die Stürmer und Flügelspieler anspielbar machen, indem sie sich aus den Deckungsschatten der Gegenspieler lösen. Dabei geht es nicht darum, dass die Spieler im letzten Drittel den Mitspielern weit entgegenkommen oder gar den Ball dort abholen. Ganz im Gegenteil, die Stürmer und Flügelspieler sollten das Spielfeld tief machen, um Raum zu schaffen. Jedoch sollten die Spieler in der Tiefe die Lücken im gegnerischen Mittelfeld erkennen und sich in diesen anbieten.

Dabei ergeben sich, je nach eigenem und gegnerischem System und Spielweise, ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Ball in die Tiefe gespielt werden kann. Jedoch gibt es auch eine Handvoll Hilfestellungen für das Anbiete- und Freilaufverhalten in der Tiefe, welche immer nützlich sind:

  • Zwischen den Gegenspielern bewegen, um sich einer klaren Zuordnung zu entziehen. Die gegnerischen Verteidiger sind gezwungen, die Zuständigkeit immer wieder zu übergeben. Orientiert sich dabei keiner der Verteidiger eindeutig zum Passempfänger in der Tiefe, kann dieser womöglich sogar aufdrehen.
  • Die Spieler in der Tiefe sollten dem Pass nicht weiter als notwendig entgegenkommen. Dadurch verschafft sich der Stürmer oder Flügelspieler Zeit, um eine Anschlussaktion durchzuführen, denn die gegnerischen Mittelfeldspieler müssen einen weiteren Weg zum Doppeln zurücklegen. Jedoch gibt es eine Ausnahme: Will der Angreifer bewusst eine Lücke in die gegnerische Kette reißen, kommt er dem Ball weit entgegen, um den direkten Gegenspieler mitzuziehen.
  • Lauffinten einsetzen: Dadurch können sich die Passempfänger Abstand zum Gegenspieler verschaffen, um den Ball in einer offenen Stellung zu verarbeiten. Alternativ kann eine Lauffinte aber auch eingesetzt werden, um direkt in der Tiefe angespielt zu werden. Dafür kommt der Flügelspieler oder Stürmer dem Passgeber entgegen und startet dann plötzlich in die Tiefe.

Autor Luis Österlein

Trainingseinheit 1

4 Übungen

Wie in der letzten Trainingseinheit der vorherigen Trainingswoche erwähnt, hat der Sechser viele Möglichkeiten sich im Spielaufbau anzubieten. Dabei wurde vor allem auf Optionen eingegangen, wie sich der defensive Mittelfeldspieler einem Innenverteidiger anbieten kann. Beispielsweise in dem sich der Sechser auf Lücke anbietet, sich gegen die Verschieberichtung absetzt oder indem der ballnahe Sechser geht und der ballferne Sechser kommt.

Auf der Sechserposition bedarf es einer sehr guten Übersicht und eines ständigen Vororientierens, da der defensive Mittelfeldspieler von jeder Seite Druck erhalten kann. Hat ein Sechser das Spielgeschehen nicht ausreichend im Blick, kann dies zu einem unerwarteten Ballverlust führen. Dies ist auf der Sechserposition im Spielaufbau besonders ungünstig, da das eigene Team breit aufgefächert ist und der Gegner nun Ballbesitz in einer zentralen Position hat.

Um solche Ballverluste im Spielaufbau zu vermeiden, bedarf es einer guten Übersicht und der Vororientierung. Doch auch die Art des Anbiete- und Freilaufverhaltens spielt dabei eine Rolle. Sechser bringen sich oftmals stark in Bedrängnis, indem diese permanent geschlossen agieren und dem ballbesitzenden Verteidiger frontal zulaufen. Dadurch weiß der Sechser weder was in seinem Rücken los ist, noch ist dieser in der Lage den Ball seitlich oder gar offen zur Spielrichtung mitzunehmen.

Deshalb sollte der Sechser, besonders, wenn dieser keinen Gegenspieler im Rücken hat, in einer halboffenen Stellung agieren. Dadurch behält dieser das Spiel in der Tiefe aber auch die ballbesitzenden Verteidiger im Auge. Außerdem sollte der defensive Mittelfeldspieler es vermeiden immer gedankenlos mit dem Ball zu verschieben. Denn dadurch wird der Sechser selten in eine günstige Ausgangslage für eine Spielfortsetzung nach vorne kommen und unfreiwillig die Passwege für die Mittspieler in der Tiefe schließen.

Coaching Points der Einheit
  • Variantenreich anbieten (ballfern kommt, ballnnah geht; auf Lücke anbieten, gegen die Verschieberichtung anbieten, abkippender Sechser, Tiefenstaffelung bilden), anstatt einfach nur mit dem Ball zu verschieben
  • Vororientieren
  • In halboffener/offener Stellung agieren
Übung 1

Passspiel: Passzentrum mit Schneller Passfolge

15 min
  • Die zentralen Spieler lösen sich aus der Mitte und bieten sich einem äußeren Spieler an.
  • Der äußere Spieler passt zu einem zentralen Spieler, läuft seinem Anspiel ins Zentrum nach und übernimmt dort die zentrale Position.
  • Der angespielte zentrale Spieler passt gegen den Uhrzeigersinn zum nächsten äußeren Spieler und stellt sich dort an.
  • So läuft die Passfolge weiter: außen, Zentrum, außen.

Variationen:

  • Im Uhrzeigersinn üben.
  • Die Passfolge im Wechsel diagonal und seitlich spielen: Der zentrale Spieler dreht auf und passt auf die gegenüberliegende Seite, anschließend wieder wie zuvor.
Material & Aufbau

Feld: Vier Hütchen bilden ein äußeres Quadrat, vier Stangen ein inneres.

Material: 4 Hütchen, 4 Stangen und 2 Bälle.

Spieler: Zwei Spieler im Zentrum und mindestens zwei Spieler an jedem äußeren Hütchen. Die Spieler an zwei diagonal gegenüberliegenden äußeren Hütchen haben einen Ball.

Coaching Points
  • Kommandos einfordern.
  • Sich mit einer Auftaktbewegung freilaufen.
  • Den Ball zügig verarbeiten und weiterspielen.
  • Sich zuvor absetzen und dem Ball dann entgegengehen.
Übung 2

Linie suchen mit Torabschluss

15 minZwei Rechtecke von je 8 x 4 Metern

Variante 1:

  • Spieler B bestimmt die Richtung, indem er sich auf eine Seite absetzt.
  • Spieler C bietet sich auf der anderen Seite an.
  • Spieler A passt zu Spieler C, der auf Spieler B klatschen lässt.
  • Spieler B passt zu Spieler D.
  • Spieler D nimmt den Ball mit rechts oder links mit und schließt ab; danach stellt er sich wieder an.
  • Spieler A rückt in das erste Rechteck, Spieler B in das zweite und Spieler C geht zum Zielhütchen.

Variante 2: Gleicher Ablauf wie in Variante 1, jedoch schließt Spieler D nicht selbst ab, sondern legt den Ball auf Spieler C ab; dieser schließt nach einem Ballkontakt ab.

Material & Aufbau

Feld: Sechs Hütchen bilden zwei Rechtecke; dahinter steht ein Minitor.

Material: 1 Minitor, 6 Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: In jedem Rechteck steht ein Spieler; dazu die Spieler A, C und D.

Coaching Points
  • Spieler B setzt sich in offener Stellung zu einer Seite ab.
  • Spieler A dribbelt an und spielt den Ball scharf auf Spieler C.
  • Spieler B geht dem Ball nach, sobald Spieler A den Pass gespielt hat.
  • Auf ein spielnahes Tempo achten.
  • Kommandos einfordern.
Übung 3

Ausdauerparcour II

25 minGanzes Spielfeld
  • Die erste Gruppe läuft nach links, die zweite nach rechts.
  • Nach einer Runde wird gewechselt.
  • Die zweite Gruppe holt die Bälle an der Mittellinie und legt sie nach einer Runde in der Mitte ab.
Material & Aufbau

Feld: Ein Ausdauerparcours über den ganzen Platz: In der einen Hälfte liegen eine Koordinationsleiter, eine Hürdenstrecke, eine Ringstrecke und eine Slalomreihe, in der anderen Hälfte eine Dribbelstrecke mit Tricks, ein Kegelslalom, eine Doppelpassstation und eine Sprintstrecke mit Torabschluss. An beiden Enden steht ein Tor.

Material: 2 Tore, etwa 20 Hütchen, 1 Bank, Reifen, 1 Koordinationsleiter, Sprunghürden und mehrere Bälle.

Spieler: Zwei Gruppen, die den Parcours gegenläufig durchlaufen.

Coaching Points
  • Auf eine saubere Ausführung der Übungen achten.
  • Die einzelnen Übungen in mittlerem bis schnellem Tempo durchführen.
  • Zwischen den Stationen locker dribbeln oder laufen.
Übung 4

Torschussübung mit Einstieg im Stangenwald

20 minHalbes Spielfeld
  • Gestartet wird vom Spieler rechts neben dem Tor.
  • Er spielt einen Doppelpass mit dem mittleren Spieler aus derselben Reihe.
  • Anschließend dribbelt er durch den Stangenwald.
  • Danach schließt er auf das gegenüberliegende Tor ab.

Variationen:

  • An einer Markierung im Zentrum eine Finte ausführen.
  • Die Abschlusstechnik vorgeben — linker oder rechter Fuß, Vollspann oder Innenseite.
  • Als Auftaktaktion einen Doppelpass mit dem Torhüter spielen.
Material & Aufbau

Feld: Sechs Hütchen markieren das Spielfeld, im Zentrum steht ein Stangenwald; an den Enden stehen zwei Tore.

Material: 2 Tore, 6 Hütchen, Stangen und mehrere Bälle.

Spieler: An jedem Hütchen steht ein Spieler; dazu Torhüter.

Coaching Points
  • Eng am Ball führen.
  • Beidfüßig dribbeln.
  • Nach dem ersten Pass des Doppelpasses einen Tempowechsel durchführen.
Die komplette Einheit als fertiger Trainingsplan – mit animierten Übungen in der Web-App. Zur Web-App

Trainingseinheit 2

4 Übungen

Nachdem nun das Anbiete- und Freilaufverhalten aller Positionen, welche unmittelbar am Spielaufbau beteiligt sind, trainiert wurde, geht es jetzt mit den Spielern in der Tiefe weiter. Dazu zählen die Flügelspieler, die Zehner und die Stürmer. In der heutigen Einheit wird am Anbiete- und Freilaufverhalten der äußeren Mittelfeldspieler bzw. der Außenstürmer gearbeitet.

Diese positionieren sich im Spielaufbau in aller Regel sehr breit, um die gegnerische Abwehrkette auseinander zu ziehen. Agieren die Außenverteidiger jedoch etwas höher, da beispielsweise mit einer dynamischen Dreierkette gespielt wird, schieben die Außenspieler ein. Nichtsdestotrotz bietet das System jedoch nur eine Orientierung für die Spieler. Um anspielbar zu sein, muss der Spieler letztendlich auf die jeweilige Situation reagieren und sich aus dem Deckungsschatten seiner Gegenspieler lösen.

  • Wird der Passweg entlang der Linie zugestellt, kann der Außenspieler in den Halbraum einrücken, um sich anspielbar zu machen. Diese Option ergibt sich häufig gegen ein 4-4-2, da die Halbräume hier sehr gut bespielbar sind. Der Außenspieler sollte sich dabei explosiv in die Lücke lösen, um den Ball seitlich nach innen oder sogar nach vorne mitnehmen zu können. Wichtig hierbei ist, dass der Ball mit dem gegnerfernen Fuß mitgenommen wird.
  • Sucht ein zentraler Mittelfeldspieler einen Laufweg in die Tiefe und reißt seinen Gegenspieler mit, kann der Außenbahnspieler sich ins Mittelfeld lösen. Der äußere Mittelfeldspieler kann angespielt werden und aufdrehen. Geht der gegnerische Außenverteidiger dagegen mit, kann der eigene Außenverteidiger in die Tiefe starten und mit einem Chipball eingesetzt werden.
  • Kann der Ball der Linie entlang gespielt werden, sollte der Ball möglichst offen zur Spielrichtung angenommen werden können. Dafür kann der Flügelspieler Lauffinten einsetzen. Dabei deutet der Flügelspieler einen Laufweg in die Tiefe an und setzt sich dann plötzlich diagonal nach außen und hinten ab. Nun kann der Ball mit dem Vorderfuß angenommen und der Gegenspieler steil angedribbelt werden.
  • Alternativ kann der Flügelspieler aber auch eine Lauffinte einsetzen, um den Ball in der Tiefe zu erhalten. Diese Option ist besonders dann hilfreich, wenn der gegnerische Außenverteidiger sehr eng deckt. Dafür kommt der Flügelspieler dem ballbesitzenden Spieler entgegen, führt dann jedoch einen explosiven Antritt in die Tiefe durch. Der Außenbahnspieler kann nun direkt oder per Spiel über den Dritten im Rücken der Abwehr eingesetzt werden.
  • Aus einer breiten Position kann der Flügelspieler sehr gut die Schnittstelle zwischen gegnerischen Außen- und Innenverteidiger belaufen. Dafür startet der Flügelspieler von der Seitenauslinie in Richtung gegnerischen Außenverteidiger, um Tempo aufzunehmen. Mit dem Zuspiel startet der Flügelspieler dann in die Tiefe und erhält einen Pass durch die Schnittstelle.
Coaching Points der Einheit
  • Aus dem Deckungsschatten lösen (nach außen absetzen bzw. in den Halbraum lösen)
  • Gegenspieler direkt im Rücken: Ball mit dem gegnerfernen Fuß verarbeiten
  • Lauffinte einsetzen, um den Ball in der Tiefe zu erhalten bzw. um den Ball offen zur Spielrichtung verarbeiten zu können
  • Schnittstellen aus einer breiten Position belaufen, um Tempo aufnehmen zu können
  • Positionswechsel mit zentralen Mittelfeldspieler
Übung 1

Aufwärmpacour

15 min
  • Der rote Spieler passt den Ball zum gelben Spieler.
  • Anschließend läuft der rote Spieler mit Skippings über die Hürden auf die andere Seite.
  • Der gelbe Spieler passt den Ball zurück und läuft mit Sidesteps durch die Hütchen auf die andere Seite, sodass der Ball immer in Bewegung bleibt und ein Rundlauf entsteht.

Variationen:

  • Den Ball nur mit links oder nur mit rechts spielen.
  • Mit einem oder zwei Kontakten spielen.
  • Im oder gegen den Uhrzeigersinn laufen.
  • Rückwärts durch die Hütchen laufen.
  • Seitlich über die Hürden springen.
Material & Aufbau

Feld: Vier Hürden sowie vier rote und vier gelbe Hütchen bilden einen Rundlauf.

Material: 4 Hürden, 8 Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: Rote und gelbe Spieler, die sich gegenüberstehen.

Coaching Points
  • Auf gute Pässe achten.
  • Auch Kommandos in die Übung einbauen.
Übung 2

Passkombi am Flügel

20 min40 x 50 Meter
  • Spieler A passt auf den Flügel zu Spieler B, der sich mit einer Auftaktbewegung in die Tiefe freigemacht hat, den Laufweg abbricht und sich zum kurzen Anspiel anbietet.
  • Spieler B dreht auf und passt zu Spieler C.
  • Spieler C nimmt den Ball an und mit und stellt sich bei der anderen Gruppe an.
  • Dort läuft der gleiche Ablauf.

Variationen: Nach der Hälfte der Zeit die Spielrichtung wechseln.

Material & Aufbau

Feld: Vier Hütchen markieren das Feld.

Material: 4 Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: Die Spieler A, B und C je Seite.

Coaching Points
  • Spieler A spielt den Pass mit angemessener Schärfe.
  • Spieler B nimmt den Ball mit dem äußeren Fuß an und direkt in die Bewegungsrichtung mit.
Übung 3

Passform: Spielaufbau über die Flügel

20 min
  • Der Innenverteidiger wechselt die Seite; daraufhin wird der Ball auf den Außenverteidiger gespielt.
  • Der Außenverteidiger spielt den Ball auf den einlaufenden Flügelspieler ins Zentrum.
  • Der Flügelspieler lässt den Ball auf den Sechser klatschen.

Variationen: Der Sechser schließt einen Flugball auf den Außenverteidiger an, der den Ball als Flugball auf die ballferne Innenverteidigerposition zurückspielt.

Material & Aufbau

Feld: Hütchen markieren die Positionen.

Material: Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: Zwei Innenverteidiger, ein Außenverteidiger, ein Flügelspieler und ein Sechser.

Coaching Points
  • Der Flügelspieler löst sich von der Außenbahn und empfängt den Ball im Halbfeld, um den Weg für den hinterlaufenden Außenverteidiger zu öffnen.
  • Den Ball zügig verlagern.
  • Den Außenverteidiger in den vorderen Fuß anspielen.
  • Der Flügelspieler nimmt den Ball mit dem gegnerfernen Fuß mit.
  • Möglichst alle Aktionen mit höchstens zwei Kontakten durchführen.
Übung 4

Spielform: Positionsangriff am Flügel

20 min
  • Der Fünfer dribbelt diagonal an und passt auf den sich lösenden Neuner.
  • Der Neuner lässt auf den Sechser klatschen, der einen Pass in die Schnittstelle auf den startenden Elfer spielt.
  • Der Elfer dribbelt mit hohem Tempo Richtung Grundlinie und flankt auf den Neuner und den Zehner, die den ersten und den zweiten Pfosten sowie den Elfmeterpunkt anlaufen.
Material & Aufbau

Feld: Hütchen markieren die Positionen, zwei Stangen bilden ein Passtor; dazu ein Tor.

Material: Hütchen, 2 Stangen, 1 Tor und mehrere Bälle.

Spieler: Die Spieler auf den Positionen 5, 6, 9, 10 und 11 sowie ein Torhüter.

Coaching Points
  • Eine hohe Dribbelgeschwindigkeit des Elfers einfordern.
  • Die Übung ist nicht statisch: Alle Positionen sind in Bewegung — Auftaktbewegung und Timing beim Start in die Räume.
  • Einen harten, zielgenauen Pass in die Mitte einfordern.
  • Der Abschluss erfolgt mit der Innenseite oder per Kopf.

Trainingseinheit 3

4 Übungen

In der 6. und letzten Einheit zum Schwerpunktthema Anbiete- und Freilaufverhalten wird es um die Position des Stürmers gehen. Der zentrale Angreifer ist schwer in Szene zu setzen, da dieser am engsten bewachten Raum des Gegners agiert – zwischen den zentralen Mittelfeldspielern und den Innenverteidigern des Gegners.

Die Sturmspitzen können entweder vor der Abwehr des Gegners oder in dessen Rücken eingesetzt werden. Für die erste Option muss sich der Stürmer immer wieder aus dem Rücken der Mittelfeldspieler lösen. Dafür muss der zentrale Angreifer oftmals in den Halbraum ausweichen, um anspielbar zu sein. Die Spielfeldmitte ist in aller Regel zu eng bewacht, als dass ein Spieler im Spielaufbau eine Sturmspitze in zentraler Position einsetzen könnte.

Ist der Ball bereits auf dem Flügel, ist es auch oft hilfreich, wenn der ballnahe Stürmer in den Halbraum kommt. Dadurch können der Außenverteidiger und er äußere Mittelfeldspieler den Angreifer für das Kombinationsspiel nutzen. Beispielsweise um den Außenverteidiger mit einem Spiel über den Dritten einzusetzen oder damit der Flügelspieler ein Doppelpass mit dem Angreifer spielen kann.

Soll der Stürmer jedoch direkt in der Tiefe eingesetzt werden, können folgende Hilfestellungen für das Anbiete- und Freilaufverhalten des Stürmers hilfreich sein:

  • Der ballnahe Stürmer kommt entgegen und der ballferne Stürmer startet in dessen Rücken in die Tiefe. Dadurch wird ein zentraler Verteidiger des Gegners aus der Kette gezogen. Dies Lücke kann der ballferne Stürmer ideal belaufen.
  • Ein einzelner Stürmer kann sich auch sehr gut auf die ballferne Seite absetzen, um ein Laufweg in die Tiefe vorzubereiten. Beispielsweise bewegt dieser sich bis auf die Höhe des ballfernen Innenverteidigers des Gegners. Von dort aus kann der Angreifer sich parallel zur Kette auf den ballnahen Innenverteidiger des Gegners zu bewegen und in dessen Rücken in die Tiefe starten.
Coaching Points der Einheit
  • Aus dem Deckungsschatten der gegnerische Mittelfeldspieler lösen
  • Innenverteidiger im Rücken: Ball mit dem gegnerfernen Fuß verarbeiten/weiterspielen
  • Spiel in die Tiefe: ballfern absetzen, parallel zur Kette bewegen
  • Spiel in die Tiefe: ballnahe Spitze kommt, ballferne Spitze startet in die Tiefe
Übung 1

Aufwärmroutine

20 min
  • Der Spieler auf Position 1 spielt den Ball zu Position 2 und läuft seinem Pass nach.
  • Der Spieler auf Position 2 nimmt den Ball mit, dribbelt durch die Stangen und stellt sich bei Position 1 an.

Variationen:

  • Erster Durchgang: ohne Vorgabe.
  • Zweiter Durchgang: alles mit dem rechten Fuß.
  • Dritter Durchgang: alles mit dem linken Fuß.
  • Vierter Durchgang: im Dribbling abwechselnd außen und innen.
Material & Aufbau

Feld: Vier Hütchen markieren die Positionen, dazwischen bilden zehn Stangen einen Slalom.

Material: 4 Hütchen, 10 Stangen und mehrere Bälle.

Spieler: Die Spieler verteilen sich auf die Positionen 1 und 2.

Coaching Points
  • Scharf passen.
  • Den Ball direkt in die Bewegung mitnehmen.
  • Den Blick vom Ball lösen.
  • Eng am Ball führen.
Übung 2

Kurzpass | Flugball

15 minHalbes Spielfeld
  • Spieler A passt den Ball flach zu Spieler B.
  • Spieler B passt flach zu Spieler C.
  • Spieler C passt flach zu Spieler D.
  • Spieler D passt per Flugball zu Spieler E.
  • Spieler E passt flach zu Spieler F.
  • Spieler F passt flach zu Spieler G.
  • Spieler G passt flach zu Spieler H.
  • Spieler H passt per Flugball zu Spieler A.

Hinweis: Jeder Spieler geht an die Position, die er angespielt hat.

Material & Aufbau

Feld: Hütchen markieren die Positionen.

Material: Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: Die Spieler auf den Positionen A bis H. Die Position von Spieler A wird zu Beginn doppelt besetzt.

Coaching Points
  • Alle flachen Pässe mit dem zweiten Kontakt spielen.
  • Die Flugbälle aus der Bewegung spielen.
Übung 3

Torschuss mit Passspiel und Gegenspielern

15 min
  • Spieler A dribbelt vom Starthütchen aus in Richtung der beiden ihm am nächsten stehenden Stangen.
  • Gleichzeitig startet Spieler B seinen Laufweg an der Stange entlang.
  • Dort angekommen, spielt Spieler A einen Pass in die Tiefe.
  • Spieler B erläuft den Ball und schließt direkt oder nach kurzer Ballannahme und Ballmitnahme auf das Tor ab.
  • Nach jedem Durchgang werden die Positionen gewechselt.
Material & Aufbau

Feld: Drei Stangen und zwei Starthütchen markieren die Laufwege; an einem Ende steht ein Tor.

Material: 1 Tor, 3 Stangen, 2 Hütchen und mehrere Bälle.

Spieler: Die Spieler verteilen sich gleichmäßig an den beiden Starthütchen; dazu ein Torhüter.

Coaching Points
  • Den Blick vor dem Abschluss noch einmal auf Tor und Torhüter richten.
  • Sich parallel zu den Stangen bewegen.
  • Mit dem Zuspiel in die Tiefe starten und dabei auf Abseits achten.
Übung 4

Torschuss nach Doppelpass von Außen

20 min20 Meter
  • Spieler A dribbelt an.
  • Spieler B löst sich mit einer Auftaktbewegung von der Stange und spielt einen Doppelpass mit Spieler A.
  • Spieler C startet in den Rücken der Abwehr.
  • Spieler A spielt flach auf Spieler C in den Rückraum, der direkt auf das Tor abschließt.
  • Anschließend läuft die Übung über die andere Spielfeldseite.
  • Spieler A geht auf die Position von B, Spieler B auf die von C und Spieler C auf die Startposition.

Variationen: Doppelpass und Bewegung wie zuvor. Nach dem Doppelpass löst sich Spieler B in den Rückraum, Spieler C startet auf den kurzen Pfosten. Spieler A spielt wieder in den Rückraum, nun aber auf Spieler B, der abschließt.

Material & Aufbau

Feld: Vier Stangen markieren die Positionen; dazu ein Tor.

Material: 4 Stangen, 1 Tor und mehrere Bälle.

Spieler: Die Spieler A, B und C je Seite; dazu ein Torhüter.

Coaching Points
  • Nach dem Abspiel sofort weiterlaufen und dabei einen Tempowechsel einsetzen.
  • Zielstrebig zum Abschluss kommen.
  • Auf ein spielnahes Tempo achten.
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