U9 – U13: Trainingswoche 41

    Unser Autor für den Jahrestrainingsplan: Luis Österlein (U14 Trainer Dynamo Dresden).

    Allein zu trainieren eignet sich sehr gut, um ein gutes Ballgefühl zu entwickeln. Dabei können komplizierte Tricks einstudiert werden, der Ball wird jongliert  oder es werden Parcours mit jede Menge Richtungswechseln durchdribbelt.

    Beim Einstudieren einer neuen Finte, muss nicht direkt im Tempodribbling gestartet werden. Der Ball kann auch erstmal ruhig abgelegt werden und die Täuschung wird im Stand trainiert. Bei Finten wie dem Übersteiger oder dem Ausfallschritt muss der Ball noch nicht mal berührt werden. Es kann erstmal ein Gefühl für den Bewegungsablauf entwickelt werden. Sobald der Bewegungsablauf verinnerlicht wurde und die Finte im Stand gut funktioniert, kann der nächste Schritt folgen. Die Täuschungen können nun im Dribbling ausgeführt und das Tempo nach und nach gesteigert werden, bis der Trick im vollen Tempo beherrscht wird. Stellen die klassischen Finten keine Herausforderungen mehr da, können auch komplizierte Finten einstudiert werden. Auch, wenn viele komplexere Tricks eher selten zum Einsatz kommen, helfen diese trotzdem, um das Ballgefühl zu verbessern.

    Beim Jonglieren verhält es sich ähnlich. Zuerst sollten die Basics beherrscht werden. Kann sicher mit links, rechts, dem Kopf und im strengen Wechsel jongliert werden, bedarf es neuer Herausforderungen. Auch beim Jonglieren können Tricks, wie beispielsweise „Around-the-world“, trainiert werden.

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    Trainingseinheit 1

    In der heutigen Einheit wird es unter anderem um Finten für das gegnerüberwindende Dribbling gehen. Dabei werden selbstverständlich Täuschungen, wie die Schussfinte, der Übersteiger oder der Ausfallschritt, aufgefrischt.

     Jedoch wird auch der etwas schwierigere Matthews-Trick trainiert. Die Täuschung hat seinen Namen von dem englischen Flügelstürmer Stan Matthews, welcher diese Finte regelmäßig einsetzte, um seine Gegenspieler auszuspielen. Doch nicht nur Matthews, welcher 1956 zu Europas Fußballer des Jahres gekürt wurde, nutzte diese Finte für sich. Auch im modernen Fußball kommt diese Täuschung noch zum Tragen. Arjen Robben setzte den Matthews-Trick regelmäßig, fast schon ausschließlich ein. Ein Beleg dafür, dass ein Flügelspieler nicht zwangsläufig ein riesiges Repertoire an Finten braucht, um erfolgreich zu sein. Von außen betrachtet, war Robben also eigentlich ein sehr ausrechenbarer Spieler. Aber aufgrund dessen, dass Robben diese Finte perfekt beherrscht und einen grandiosen Antritt hat, hatten die Verteidiger trotzdem das Nachsehen.

     Beim dem besagten Matthews-Trick wird der Ball mit der rechten Innenseite geführt. Das Körpergewicht wird etwas auf die linke Körperseite verlagert, um ein Durchbruch auf diese Seite anzudeuten. Zum richtigen Zeitpunkt, beispielsweise wenn der Gegenspieler zum Stehen kommt oder sogar nach vorn verteidigt, geht es schnell. Der Ball wird mit einem plötzlichen Antritt mit der rechten Außenseite am Gegenspieler vorbei gelegt.

    Coaching Points

    • Mit dem kompletten Körper fintieren (Körpergewicht verlagern)
    • Mit einem Tempo- und Richtungswechsel am Gegenspieler vorbei gehen
    • Finten rechtzeitig ansetzen
    • auf einen flüssigen Bewegungsablauf der Finten achten
    • Tempo aufnehmen. Jedoch noch etwas Spielraum für einen Tempowechsel haben


    Übung 1 – Jonglieren mit verschiedenen Variationen

    Organisation
    • 4 Hütchen (Feld mit 4x4m aufbauen)
    • 1 Ball
    Dauer
    • 10min
    Durchführung

    Der Spieler jongliert den Ball innerhalb des markierten Feldes. Dabei versucht der Spieler den Ball mindestens 15/30/50-mal zu jonglieren, ohne dass der Ball zu Boden geht oder der Spieler das Feld verlässt. Falls dies passiert, fängt der Spieler wieder bei „null“ an.

    Hat der Spieler die erste Aufgabe erfolgreich absolviert können folgende Variationen durchgeführt werden:

    • mindestens 15/30/50-mal ausschließlich mit dem linken/rechten Fuß jonglieren
    • mindestens 15/30/50-mal im strengen Wechsel links und rechts jonglieren (mit jedem Kontakt wird der Fuß gewechselt).
    • mindestens 5/10/20-mal ausschließlich mit dem Kopf jonglieren.
    Hinweis
    • Den Fuß nach jedem Kontakt auf dem Boden absetzen
    • Beim Jonglieren mit dem Kopf aus den Knien köpfen (nach jedem Kontakt den Körperschwerpunkt senken). Die Kraft kommt nicht aus dem Nacken. Dieser bleibt statisch

    Autor

    Luis Österlein

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    Übung 2 – Ballbehandlung im Stand und im Dribbling

    Organisation
    • 1 Ball
    • 3 Hütchen (2 Hütchen im Abstand von 8-15m aufbauen)
    Dauer
    • 20min
    Durchführung

    Station 1 (im Stand):

    • Den Ball zwischen den Füßen pendeln lassen
    • wechselweiße mit der linken und rechten Sohle den Ball berühren
    • Körperfinten und Finten vor dem Ball durchführen (Ball wird dabei nicht berührt)

    Station 2 (im Dribbling):

    • Den Ball nur mit links/rechts führen (alle Teile des Fußes nutzen: Sohle, Innenseite, Außenseite, Spann)
    • Den Ball zwischen den Füßen pendeln lassen (vorwärts und rückwärts)
    • Den Ball wechselweiße mit der linken und rechten Sohle zurückziehen.
    • Den Ball wechselweiße mit der linken Außenseite/linken Innenseite/rechten Außenseite/ rechten Innenseite berühren.
    • Den Ball wechselweiße mit der linken und rechten Sohle durch die Beine rollen lassen
    Hinweis
    • Blick vom Ball lösen
    • enge Ballführung
    • tiefer Körperschwerpunkt
    • Tempo steigern, falls der Ball gut unter Kontrolle gehalten werden kann

    Autor

    Luis Österlein

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    Übung 3 – Finten für das gegnerüberwindende Dribbling und das steile Abkappen

    Organisation
    • 1 Dummie, 2 Pylonen und 1 Hütchen
    • Der Abstand zwischen dem Hütchen und dem Dummie beträgt 8-15m
    Dauer
    • 15min
    Durchführung

    Der Spieler dribbelt den Dummie an und geht nach einer Finte links/rechts an dem Dummie vorbei. Im Anschluss dribbelt der Spieler die Pylone vor sich an, führt eine Finte durch und kappt steil ab.

    Finten für den Dummie:

    • Übersteiger
    • Ausfallschritt
    • doppelter Übersteiger
    • Kombination aus einem Übersteiger und einem Ausfallschritt
    • Mattwehs-Trick (Innenseite, dann mit der Außenseite vorbei)
    • Schussfinte

    Finten für die Pylonen:

    • Schere
    • Körperfinte
    • Passfinte
    • Schussfinte, hinter dem Standbein abkappen
    • Kombination aus einer Schere und einer Körperfinte
    Hinweis

    Dummie:

    • Tempo aufnehmen
    • Übersteiger, Mattwehs-Trick und Ausfallschritt: Körperschwerpunkt ausreichend verlagern
    • beim Fintieren möglichst kein Tempo verlieren
    • Finte rechtzeitig ansetzen
    • nach der Finte einen explosiven Tempowechsel durchführen

    Pylonen:

    • nach der Finte steil abkappen
    • nach der Finte einen Tempowechsel durchführen
    • Ball mit dem Abkappen vorlegen, nicht nur abstoppen

    Coaching Points

    • beidfüßig trainieren lassen
    • darauf achten, dass die ganze Gruppe das Tempo mitgeht
    • als Variation, Hütchen mit Finte durchdribbeln lassen (nur erster Spieler)

    Autor:

    Guy Majeres

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    Trainingseinheit 2

    In der 2. Übung wird an der Schnelligkeit mit und ohne Ball gearbeitet. Beim Trainieren der Schnelligkeit sollte auf ein spielnahes Training geachtet werden. Im Fußball kommt es eher selten zu längeren und geraden Sprints über weite Distanzen, höchstens bei Kontern oder Pässen in den Rücken der Abwehr. Der Großteil der Sprints ist sehr kurz und auch häufig in Verbindung mit Richtungswechseln.

    Anders als in der Leichtathletik reicht es im Fußball nicht aus, nur physisch schneller zu sein, um ein Laufduell für sich zu entscheiden. Mindestens genauso entscheidend ist es, dass der Spieler auch schnell im Kopf ist. Die „Startsignale“ im Fußball sind sehr viel komplexer als bei einem 100-Meter-Lauf. Doch, um sich ein Vorsprung gegenüber seinem Gegenspieler zu ergattern, muss ein Spieler wachsam sein, ein gutes Spielverständnis besitzen und viel antizipieren.

    Außerdem sollte ein Offensivspieler sich auch bewusst sein, dass dieser zu vielen Sprints ansetzen wird, ohne den Ball zu bekommen. Doch die Laufwege sind nötig, um den Mitspielern Optionen anzubieten. Und selbst wenn der Spieler den Ball nicht erhält, hat er dadurch ein Gegenspieler gebunden und seinen Mitspielern Raum geschaffen.

    Coaching Points

    Sprinttraining im Fußball:
    • Variierende Distanzen
    • Richtungswechsel mit einbauen
    • Start mit optischen Signalen verbinden
    • Sprints in Übungsformen integrieren
    • Sprinttraining mit Technik verbinden (Tempodribbling, direkter Abschluss im Sprint, Ballmitnahme im Tempo)


    Übung 1 – Verbesserung Passpiel und Ballverarbeitung mit 2 Bänken

    Organisation

    2 Bänke bzw. 2 Wände im Abstand von etwa 8-12m. Ein Hütchenfeld mit 4x4m markieren.

    Dauer
    • 10min
    Durchführung

    Der Spieler positioniert sich in dem Feld und spielt den Ball gegen die erste Bank/Wand. Den zurückkommenden Ball verarbeitet der Spieler mit dem 1. Kontakt und spielt den Ball dann gegen die 2. Wand. Der Spieler spielt den Ball abwechselnd gegen die obere und untere Bank/Wand.

    Variationen
    • Vor dem 1. Kontakt eine Körperfinte durchführen
    • Übung auf Zeit durchführen (Wie viel Zeit wird benötigt, um jede Bank 5-mal anzuspielen)
    Hinweis
    • in einer offenen Stellung agieren
    • druckvoll passen
    • Erfolgt die Annahme mit links, wird mit rechts gepasst. Erfolgt die Annahme mit rechts, wird mit links gepasst
    • beim Passen nicht in ein Rücklage kommen

    Autor

    Luis Österlein

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    Übung 2 – Sprint mit und ohne Ball

    Organisation
    • 6 Stangen
    • 2 Hütchen
    • Parcours gemäß der Abbildung aufbauen
    Dauer
    • 15min
    Durchführung

    Der Spieler absolviert den Parcours 6/8/10-mal. Den Weg gemäß der Abbildung nehmen. Die Hälfte der Durchgänge wird ohne Ball durchgeführt. In der 2. Hälfte der Durchgänge wird der Parcours durchdribbelt.

    Hinweis
    • Hände mitnehmen
    • tiefer Körperschwerpunkt
    • Körperspannung
    • bei Richtungswechsel auf dem inneren Fuß auftreten
    • nicht von dem Idealweg abkommen
    • beidfüßig agieren

    Autor

    Luis Österlein

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    Übung 3 – Dribbelparcours

    Organisation
    • 6 Hütchen im Abstand von 3m aufstellen
    Dauer
    • 20min
    Durchführung

    Der Spieler durchdribbelt die Hütchen im Slalom. Dabei werden folgende Aufgaben durchgeführt:

    • Ball wird nur mit links/rechts geführt
    • Ball wird wechselweiße mit der linken Außenseite, linken Innenseite, rechten Außenseite und der rechten Innenseite geführt
    • Ball wird rückwärts mit der Sohle durch den Parcours gezogen
    • Ball wird nur mit der Sohle geführt
    • Ball wird durch den Parcours jongliert
    • Zum Abschluss können noch 3-5 Durchgänge auf Zeit durchgeführt werden.
    Hinweis
    • enge Ballführung
    • nicht vom Idealweg abkommen
    • Blick vom Ball lösen
    • Durchgänge im hohen Tempo durchführen (jedoch gilt: Technik geht vor Tempo)
    • genug Pause zwischen den Durchgängen machen

    Autor:

    Luis Österlein

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