U14 – U23: Trainingswoche 35

    Unser Autor für den Jahrestrainingsplan: Luis Österlein (U14 Trainer Dynamo Dresden).

    Nichtsdestotrotz, oder besonders auch aufgrund des vielen Raums auf den Außenbahnen, darf das Verteidigen am Flügel auf keinen Fall vernachlässigt werden.

    Dabei wird das defensive 1 gegen 1 am Flügel aufgefrischt. Die Außenverteidiger werden lernen zum richtigen Zeitpunkt aus der Kette herauszutreten, um den Gegenspieler zu stellen. Hat der gegnerische Flügelspieler bereits ein hohes Tempo aufgenommen, wird trainiert, wie dieser erstmal ausgebremst wird.

    Neben dem defensiven 1 gegen 1 wird auch das Doppeln am Flügel trainiert. Je nach Vorgabe und Formation kann es zu unterschiedlichen Doppelsituationen am Flügel kommen. Dabei kann der Außenverteidiger mit dem ballnahen Innenverteidiger, dem Flügelspieler oder auch mit einem Sechser dem Gegenspieler im 2 gegen 1 gegenüberstehen. Besonders gegen sehr dribbelstarke und schnelle Gegenspieler kann das Lenken auf einen Mitspieler im Zentrum eine hilfreiche Option sein.

    Ist das eigene Team mit 2 oder mehr Gegenspielern konfrontiert, muss sich nicht nur auf Dribblings, sondern auch auf Kombinationen der Gegenspieler eingestellt werden. Dabei wird gelernt im 2 gegen 2 oder auch in einer Unterzahl im 2 gegen 3 am Flügel zu verteidigen.

    Häufig wird das Flügelspiel nach Spielverlagerungen forciert. Deshalb sollte am Flügel nicht nur das Ziel sein den Ball zu erobern, sondern eventuell auch erstmal Tempo aus dem Angriff zu nehmen. Es gilt also nicht zu überhastet in einen Zweikampf zu gehen, sonst kann der Gegenspieler leichter ein 1 gegen 1 lösen oder einfach eine Position weiterspielen und nachgehen. Da der eigene Verteidiger beim Versuch den Ball zu attackieren in der Vorwärtsbewegung war, kann der Gegenspieler nach dem Pass schneller nachgehen. Dadurch entsteht ein Überzahlsituation. Der angespielte Spieler kann den Ball einfach auf den nachrückenden Spieler klatschen lassen, während der überspielte Verteidiger erst wieder hinter dem Ball und seinen Gegenspieler kommen muss.

    Der Trainingsschwerpunkt dieser Woche ist das Verteidigen am Flügel. Im modernen Fußball hat das kompakt Halten des Zentrums eine deutlich höhere Priorität als die Räume am Flügel eng zu machen. Diese Herangehensweise ist auch absolut nachvollziehbar, da das Verteidigen der torgefährlichen Räume im Vordergrund stehen sollte.

    Diese Entwicklung zeigt sich beispielsweiße in den Formationen gegen den Ball. Immer mehr Trainer bevorzugen Spielsysteme, wie beispielsweiße ein 3-5-2 oder 4-1-2-1-2, in denen die Flügel nur einfach besetzt sind. Ein weiteres Merkmal für das Verdichten des Zentrums ist das Verhalten der Innenverteidiger. Während es früher öfters noch dazu kam, dass der ballnahe Innenverteidiger auf den Flügel zum Doppeln rausrückte, wird heute tendenziell bevorzugt, einen weiteren Spieler vor dem eigenen Tor zu haben.

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    Trainingseinheit 1

    In der heutigen Einheit wird es um das defensive 1 gegen 1 am Flügel und das Stellungsspiel des Außenverteidigers vor Zuspielen auf den Flügel gehen.

    Das Verhalten des Außenverteidigers vor einem Zuspiel auf den Flügel hat einen wesentlichen Einfluss auf das bevorstehende 1 gegen 1 bzw. kann dieses sogar verhindern. Hat ein gegnerischer Sechser Ballbesitz im Halbefeld und der äußere Mittelfeldspieler bietet sich auf der Außenbahn für ein Zuspiel an, darf der eigene Außenverteidiger nicht zu voreilig agieren. Tritt dieser zu früh aus der Kette kann dadurch eine zu große Lücke zwischen dem ballnahen Innenverteidiger und dem Außenverteidiger entstehen. Diese kann von dem äußeren Mittelfeldspieler oder einem Stürmer belaufen und von dem Sechser bespielt werden. Jedoch sollte der eigene Außenverteidiger spätestens mit dem Zuspiel auf die Flügel aus der Kette heraustreten. Dadurch hat der äußere Mittelfeldspieler keine Zeit Tempo aufzunehmen bzw. kann sogar zu einem 1. Kontakt in einer geschlossenen Stellung gezwungen werden.

    Deutet sich ein weiträumiger Querpass auf den äußeren Mittelfeldspieler an, kann der Außenverteidiger darauf antizipieren das Abspiel abzufangen. Dadurch wird das 1 gegen 1 umgangen und es könnte ein aussichtsreiche Kontersituation entstehen. Jedoch muss beim Antizipieren das richtige Maß an Risiko gefunden werden, da der äußere Mittelfeldspieler auch durch ein hohes Abspiel über die Kette eingesetzt werden könnte.

    Wurde der gegnerische Flügelspieler des Gegners erfolgreich eingesetzt, gilt es für den eigenen Außenverteidiger das defensive 1 gegen 1 für sich zu entscheiden. Dabei kannst du deine Außenverteidiger mit folgenden Hilfestellungen unterstützen:

    • Sofort heranschieben, um die Distanz zum eigenen Tor möglichst groß zu halten und dem Gegenspieler keine Zeit zu geben, um Tempo aufzunehmen. Jedoch sollte das Tempo rechtzeitig an den Flügelspieler des Gegners angepasst werden, um nicht einfach überlaufen zu werden.
    • Wurde die Distanz verkürzt, geht der Außenverteidiger in eine seitliche Stellung. Dabei positioniert dieser sich nach innen versetzt zum Gegenspieler und bietet diesem die Außenbahn an. Außerdem agiert der Außenverteidiger auf den Vorderfüßen und senkt den Körperschwerpunkt. Dadurch kann bei einem Durchbruchversuch des Gegenspielers sofort Tempo aufgenommen werden.
    • Hat der gegnerische Flügelspieler bereits Tempo aufgenommen, wird dieser durch Zurückweichen ausgebremst.
    • Setzt der Gegenspieler zum Durchbruch an, wird Tempo aufgenommen und der Körper zwischen Ball und Gegner geschoben.
    Coaching Points

    Positionsspiel Außenverteidiger:
    • Nicht zu früh aus der Kette treten
    • Bei weiträumigeren Pässen kann auf das Abfangen von Zuspielen spekuliert werden
    Defensives 1 gegen 1 am Flügel:
    • Sofort die Distanz zum Gegenspieler verkürzen. Tempo rechtzeitig anpassen
    • Seitliche Stellung annehmen, Außenbahn anbieten, auf den Vorderfüßen agieren und Körperschwerpunkt senken
    • Gegenspieler durch zurückweiche ausbremsen
    • Körper zwischen Ball und Gegner schieben, falls dieser versucht durchzubrechen


    Übung 1 – Koordination mit Ball

    Organisation

    2 Gruppen vor je einer Koordinationsleiter aufstellen. Hinter den Leitern Bälle bereitlegen und ein Parcours aus Hütchen aufbauen.

    Dauer/Spieleranzahl

    15min

    min: 8

    Durchführung

    Überlaufen der Leitern mit einer vorgegebenen Schrittfolge. Danach einen Ball durch den Slalom führen und Ball wieder ablegen.

    Coaching Points

    • 3 Kontakte je Feld
    • seitlich 2 Kontakte je Feld
    • 1 Kontakt links, dann 2 Kontakte im Feld, dann 1 Kontakt rechts
    • Rückwärts 2 Kontakte je Feld
    • 2 Kontakte je Feld. Dabei immer mit den linke/rechten Fuß anfersen
    • Seitlich 2 Kontakte im Feld, dann 2 Kontakte neben der Leiter

    Autor

    Marcus Mahnken

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    Übung 2 – 1 gegen 1 nach Zuspiel aus dem Halbfeld

    Organisation

    25 bis 30 Meter vor einem Tor mit Torhüter außen 2 Hütchentore errichten und zwei Starthütchen positionieren.

    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 10 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Angreifer und Verteidiger ihren Positionen zuweisen. Den Spielraum zur Mitte hin durch Hütchen begrenzen. 1 gegen 1 aus kurzer Distanz. Vom gelben Hütchen aus erfolgt jetzt ein Zuspiel zum Angreifer, der den Ball zum 1 gegen 1 nach vorne mitnimmt. Das blaue Hütchen dient als Orientierung für den Außenverteidiger, der mit dem Zuspiel herausrückt. Der Verteidiger verstellt die Innenbahn, weicht langsam zurück und lenkt den Angreifer nach außen. Nach einer Balleroberung kontert der Verteidiger auf das Hütchentor.

    Hinweis
    • Der Verteidiger wählt seine Position so, dass er den Angreifer aus kurzer Entfernung ( 2-3 m) stellen kann.
    • Fehler: Zu forsches Verhalten. Zu offene Körperhaltung. Keine seitliche Stellung zum Angreifer. Zu geringer Abstand

    Coaching Points

    • Tiefer Körperschwerpunkt
    • Auf den Vorderfüßen agieren
    • Sofort heranschieben und Tempo rechtzeitig anpassen
    • Optional: Defensivfinten einsetzen

    Autor

    Simon Görbing

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    Übung 3 – 1 gegen 1 aus weiter Distanz

    Organisation

    30 Meter vor einem Tor mit Torhüter zwei Kontertore errichten. Die Verteidiger mit Bällen neben dem Großfeldtor postieren, die Angreifer auf die Kontertore verteilen. Den Spielraum zur Mitte hin durch Hütchen begrenzen.

    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 8 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Der erste Verteidiger dribbelt heraus, passt zum Angreifer und läuft dem Ball schnell nach. Der Angreifer nimmt das Zuspiel zum 1 gegen 1 aus weiter Distanz nach vorne mit. Erobert der Verteidiger den Ball, kontert dieser auf das Hütchentor.

    Hinweis

    Fehler: Der Verteidiger passt seine Laufrichtung und sein Tempo nicht rechtzeitig an den Angreifer an und wird überlaufen. Der Verteidiger läuft dem Angreifer nicht, zu schnell oder nicht seitlich versetzt entgegen

    Feldgröße

    Halbfeld

    Coaching Points

    • Angreifer durch langsames Zurückweichen ausbremsen
    • Ball beobachten, auf Vorderfuß agieren, tiefer Körperschwerpunkt
    • Möglichkeit den Nutzen des tiefen Körperschwerpunkts deinen Spielern zu verdeutlichen: Lass deine Spieler aus normalem Stand (gestecktes Hüft- und Kniegelenk) nach oben springen. Im Anschluss senken die Spieler ihren Körperschwerpunkt und versuchen dann nochmals möglichst hoch zu springen. Frag deine Spieler nach dem Unterschied und was dies für das defensive 1 gegen 1 bedeutet

    Autor:

    Simon Görbing

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    Übung 4 – 4 plus 2 gegen 4 plus 2

    Organisation
    • Aufbau siehe Grafik
    • Aufbau evtl. außen abschneiden
    • zunächst Bewegungen/Verschieben im 6 gegen 0 aufzeigen
    Dauer/Spieleranzahl

    35min

    min: 12

    Durchführung
    • Die verstärkte AW-Kette (Viererkette plus 2 Sechser) verschiebt analog der Verschiebebewegungen einer Viererkette (Dreierkette) im raumorientierten Verteidigen
    • Sie versuchen Bälle in die Tiefe (Schnittstellen) zu verhindern und Überzahl in Ballnähe herzustellen (dann Balleroberung im 1 gegen 2)
    • Die Spieler der Offensive versuchen durch die Schnittstellen der Kette Bälle zu stecken (passen) oder sich durch die AW-Reihen zu kombinieren
    • Es sind zunächst nur flache Bälle erlaubt
    Hinweis
    • Hinweise für die Verteidigung:
    • Ballnähester Verteidiger schiebt drauf, der Rest sichert in Tiefenstaffelung ab
    • Im Zentrum: Abwehrdreieck
    • Sobald der 6er überspielt ist zum Doppeln umdrehen
    • Auch der Torhüter verschiebt ballorientiert mit
    • Kommunikation zwischen den Verteidigern

    Coaching Points

    Vor dem Zuspiel auf den Flügel:
    • Außenverteidiger schiebt mit dem Abspiel aus der Kette heraus.
    • Pass in die Tiefe zwischen Außen- und Innenverteidiger darf nicht möglich sein
    Ball auf dem Flügel:
    • Je nach Vorgabe, kann der ballnahe Innenverteidiger das Zentrum halten oder zum Doppeln durchschieben. In dieser Übungsform ist das Halten des Zentrums zu bevorzugen, da der Gegner mit 2 Angreifern agiert.
    • Schiebt der ballnahe Innenverteidiger nicht zum Doppeln durch, wird nicht in einer Sicherform/doppelter Tiefenstaffelung agiert. Gründe: Abseitslinie näher am eigenen Tor, Abwehrverbund weniger kompakt, gegnerischen Angreifer können leichter die Tiefe belaufen.
    • Situativ kann der ballnahe Sechser zum Doppeln durchschieben. Jedoch sollte der 2. Sechser das Zentrum halten. Wird der Ball wieder zurück ins Zentrum gespielt, muss der Sechser schnellstmöglich wieder einschieben
    • Ball wird wieder ins Zentrum gespielt: Außenverteidiger ordnet sich sofort wieder in die Kette ein

    Autor

    Matthias Schneider

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    Trainingseinheit 2

    Das Thema der heutigen Trainingseinheit sind Unterzahlsituationen am Flügel ( 1 gegen 2, 2 gegen 3). Agiert das eigene Team mit einer Formation, in denen die Außenbahn nur einfach besetzt ist, kann es öfters zu einer Unterzahl auf den Flügeln kommen. Weitere Möglichkeiten sind, dass der Gegner den Flügel situativ überlädt oder eine Unterzahl nach einer Spielverlagerung entstanden ist.

    Jedoch sind Unterzahlsituation in Zeiten des ballorientierten Verteidigens meist nur von kurzer Dauer. Deshalb gilt es für den Verteidiger den gegnerischen Angriff erstmal auszubremsen. Wichtig ist, dass die überspielten Spieler wieder zügig hinter den Ball kommen und aus der Unterzahlsituation eine Gleich- oder Überzahlsituation für das verteidigende Team herstellen.

    Im defensiven 1 gegen 2 auf Außen greifen die Angreifer häufig auf das Hinterlaufen zurück. Dribbelt der gegnerische Mittelfeldspieler den eigenen Außenverteidiger an und setzt ein weiterer Gegenspieler zeitgleich zum Hinterlaufen an, gilt es nicht zu forsch zu agieren. Denn attackiert der Außenverteidiger den Ball, wird der Hinterläufer eingesetzt und die Außenbahn ist blank, da der Außenverteidiger noch in der Vorwärtsbewegung ist. Wichtig ist, dass der Außenverteidiger sogar in der Rückwärtsbewegung ist, wenn der Hinterläufer eingesetzt wird. Nur dadurch kann das Zuspiel abgefangen werden oder zumindest die Möglichkeit auf einen Zweikampf hergestellt werden.

    Beim 1 gegen 2 mit einem Hinterläufer gilt auch, dass der Außenverteidiger sich nach innen versetzt zum ballführenden Mitspieler positioniert. Dadurch hat der Außenverteidiger immer noch Zugriff auf den ballführenden Spieler, falls dieser ins Zentrum dribbelt, anstatt den Hinterläufer einzusetzen.

    Coaching Points

    Unterzahl am Flügel:
    • Angriff ausbremsen. Nicht zu forsch agieren
    • Zügig Gleich- oder Überzahl herstellen
    • Zum Zeitpunkt es Hinterlaufens in der Rückwärtsbewegung sein. Nach innen versetzt zum ballführenden Spieler positionieren, falls dieser ins Zentrum dribbelt
    • Eigener Sechser kommt dazu: Sechser übernimmt ballführenden Spieler. Außenverteidiger orientiert sich in Richtung des Hinterläufers


    Übung 1 – Passspiel mit Koordination

    Organisation

    Zwei Hütchen, ein Tennisball und ein Fußball pro Station

    Dauer/Spieleranzahl
    • 15min
    • min: 2
    Durchführung

    Jeweils 2 Spieler pro Station. Je nach Können der Spieler den Abstand der Hütchen bestimmen. Anfangen mit einfachem Passpiel. Danach Schwierigkeit erhöhen. Tennisball ins Spiel bringen. Spieler 1 passt den Ball zu 2.Dieser wirft zeitgleich den Tennisball zu 1. Geschwindigkeit steigern.

    Coaching Points

    • Variationsmöglichkeiten: direktes Passen, Passspiel nur mit links/rechts, Tennisball einhändig nur mit links/rechts fangen, Drehung nach dem Abspiel des Fussballs durchführen

    Autor

    Stefan Degeling

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    Übung 2 – Hinterlaufen in der Flügelzone

    Organisation
    • Spielfeld gemäß der Abbildung aufbauen
    • 2 Teams mit je 7 Spielern und 1 Torhüter einteilen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 30min
    • min: 14 + 2 Torhüter
    Durchführung

    Das halbe Spielfeld mit 2 Toren mit Torhütern in eine Mittelzone und 2 Außenzonen unterteilen. Es wird im 5 gegen 5 in der Mittelzone gespielt. Je 1 Spieler in den eigenen Außenzonen positionieren. In der Innenzone wird mit maximal 3 Kontakte agiert. In der Außenzone gibt es keine Kontaktbeschränkung

    • Sobald der Ball nach Außen gespielt wird, hinterläuft ein weiterer Angreifer.
    • Es kommt zur Angriffsvariante mit Hinterlaufen oder Spiel über den 3. Mann.
    • Der Verteidiger wird aktiv.
    Hinweis

    Tore nach Hinterlaufen oder Spiel über den Dritten zählen doppelt

    Coaching Points

    • Verteidiger in Außenzone: Zurückweichen zum Zeitpunkt des Hinterlaufens, nach innen versetzt zum ballführenden Spieler positionieren.

    Autor

    Simon Görbing

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    Übung 3 – 3 gegen 2 am Flügel

    Organisation
    • Ein Spielfeld entlang der Seitenauslinie aufbauen
    • 2 Teams zum 5 gegen 2 einteilen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 30min
    • min: 7 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Das Spiel startet in dem markierten Feld im 3 gegen 2. Ziel der 3 Angreifer ist es, ab Höhe des gelben Hütchens eine Flanke in den Strafraum zu schlagen. Dort stehen 2 Angreifer bereit, welche mit der Flanke in den Strafraum einlaufen und diese möglichst direkt abnehmen. Erobern die 2 Verteidiger den Ball versuchen sie in Richtung Mittellinie aus dem markierten Spielfeld zu dribbeln.

    Feldgröße

    30x15m

    Coaching Points

    Anweisungen für die 2 Verteidiger:
    • Tempo aus dem Angriff nehmen
    • Den ballführenden Spieler nicht zu forsch attackieren, um noch Zugriff auf den Ball zu haben, wenn du überspielt wirst.
    • Gegner nach außen und in eine Gleichzahlsituation lenken bzw. in ein 1 gegen 1 zu isolieren

    Autor:

    Luis Österlein

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    Übung 4 – Torschuss

    Organisation
    • Aufbau siehe Abbildung
    • 2 Tore im Strafraum
    Dauer/Spieleranzahl
    • 15min
    • min: 8 + 2 Torhüter
    Durchführung
    • A passt zu B
    • B lässt den Ball auf A prallen
    • A spielt sofort zu D
    • D kommt dem Ball entgegen (An- und Mitnahme) und dribbelt zum Hütchen. An diesem geht D mit einer Finte vorbei und schließt ab.
    Hinweis
    • Passweg ist Laufweg
    • Gleicher Ablauf links und rechts.

    Variationen

    • Verschiedene Finten/Tricks zum Hütchen
    • 1:1 mit aktivem Verteidiger
    • Spieler wechseln nach dem Torschuss

    Coaching Points

    • Ball direkt in die Bewegung mitnehmen
    • Nach der Finte einen Tempo- und Richtungswechsel durchführen

    Autor

    Willy Kaspers

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    Trainingseinheit 3

    Auf der Außenbahn kann es je nach Formation, taktischer Vorgaben für die Innenverteidiger und Spielsituationen zu unterschiedlichen Doppelsituation kommen. Dabei doppelt der Außenverteidiger mit einem Sechser, dem ballnahen Sechser, oder dem äußeren Mittelfeldspieler. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Formen des Doppelns:

    • Der Innenverteidiger sicher in einer Tiefenstaffelung ins Zentrum versetzt ab. Dabei lenkt der Außenverteidiger seinen Gegenspieler nach außen. Sobald der Gegenspieler Tempo aufnimmt und sich den Ball zum Durchbruch vorlegt, schiebt der Innenverteidiger heran. Dabei hilft die Tiefenstaffelung dem Innenverteidiger den Ball zu erlaufen bzw. eine Flanke zu blocken. Jedoch muss beim Doppeln sichergestellt sein, dass genügend Spieler vor dem Tor agieren, um bei einer Hereingabe ausreichend abgesichert zu sein.
    • Doppelt der Außenverteidiger mit dem Sechser, wird der Gegenspieler nach innen gelenkt. Dabei positioniert sich der Sechser in einer leichten Tiefenstaffelung im Zentrum. Setzt der Gegenspieler zum Durchbruch in die Mitte an, setzt der Außenverteidiger diesen unter Druck. Der Sechser wartet auf dann auf den richtigen Moment den Ball attackieren zu können. Beim Doppel mit dem Sechser ergeben sich typischerweise 2 Fehle Der Sechser kommt von der Seite, wodurch der Gegenspieler durch die Lücke zwischen dem Außenverteidiger und dem Sechser dribbeln könnte. Das 2. Fehlerbild ist eine zu große Tiefenstaffelung des Sechsers. Dadurch wird aus dem 2 gegen 1 ein 1 gegen 1.
    • Beim Doppeln mit dem äußeren Mittelfeldspieler ist entscheidend mit welchem Fuß der Gegenspieler den Ball führt. Dribbelt der äußere Mittelfeldspieler des Gegners den Ball mit dem äußeren Fuß, weicht der Außenverteidiger zurück und lenkt nach außen. Der eigene, äußere Mittelfeldspieler attackiert den Ball von außen. Führt der Gegenspieler den Ball jedoch mit dem inneren Fuß und dribbelt steil auf den Außenverteidiger, läuft der äußere Mittelfeldspieler direkt auf den Ball zu. In beiden Fällen ist wichtig, dass der Außenverteidiger nicht zu forsch agiert und eher versucht Zeit zu gewinnen, damit der äußere Mittelfeldspieler überhaupt erst zum Doppeln kommt.
    Coaching Points

    Doppeln mit dem Innenverteidiger:
    • Nach außen lenken
    • IV sichert in Tiefenstaffelung
    • IV schiebt bei Durchbruch heran
    Doppeln mit dem Sechser:
    • Nach innen lenken
    • Sechser sichert in leichter Tiefenstaffelung im Zentrum
    • Fehlerbilder: Sechser kommt von der Seite und eine zu große Tiefenstaffelung
    Doppeln mit dem äußeren Mittelfeldspieler:
    • AV weicht zurück und bremst Gegenspieler aus
    • Gegenspieler dribbelt mit inneren Fuß: äußere Mittelfeldspieler attackiert den Ball auf direktem Weg
    • Gegenspieler dribbelt mit dem äußeren Fuß: äußerer Mittelfeldspieler attackiert den Ball von außen


    Übung 1 – Aufwärmquadrat mit verschiedenen Aufgaben

    Organisation
    • 4 Hütchen für die Feldmarkierung
    • 4 weitere Hütchen in unterschiedlichen Farben
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 8
    Durchführung
    • Leichtes anschwitzen mit Ball am Fuß. Die Spieler bleiben immer in Bewegung bleiben. Bei Pfiff des Trainers wird ein Außenhütchen zügig umdribbelt. Anschließend geht es wieder in Quadrat zurück
    • 4 Spieler außen mit Ball, 4 im Quadrat ohne Ball. Die Spieler ohne Ball laufen auf Spieler mit Ball zu und bekommen diesen zugespielt. Anschließend spielen sie den Ball zurück und laufen zum nächsten Spieler mit Ball. WICHTIG: Es sollte immer mit rechts und dann mit links gespielt werden.
    • Die Bälle werden von außen eingeworfen. Jede Hütchenfarbe hat dabei eine Funktion. Rot: rechter Fuß, Blau: linker Fuß, Gelb: Brustannahme und Weiß: Kopfball aus der Luft
    Feldgröße

    20 x 20 Meter (wenn zu groß dann 15 x 15)

    Coaching Points

    Beim Dribbeln zum Einstieg verschiedene Aufgaben integrieren:
    • Dribbling nur mit links/rechts (dabei alles mitnehmen. Sohle, Innenseite, Außenseite und Spann)
    • im Wechsel linke Außenseite, linke Innenseite, rechte Außenseite, rechte Innenseite
    • Ball zwischen den Innenseiten pendeln. Dabei vorwärts oder rückwärts bewegen.
    • Finten mit anschließendem Tempowechsel durchführen (Übersteiger, Schere, Ausfallschritt, Schussfinte)

    Autor

    Thomas Bambuch

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    Übung 2 – Situatives Doppeln

    Organisation
    • Übung entsprechend der Abbildung aufbauen
    • Spieler entsprechend der Abbildung positionieren (3, 11, Außenverteidiger und äußerer Mittelfeldspieler)
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 4 + 1 Torhüter
    Durchführung

    3 leitet die Übung mit einem Pass auf Spieler 11 ein. Damit wird im 1 gegen 2 gespielt. Spieler 11 hat das Ziel durch eines der Hütchentore zu dribbeln. Der Außenverteidiger und der äußere Mittelfeldspieler spielen auf das Kleinfeldtor mit Torhüter.

    Coaching Points

    Übung über beide Spielfeldseiten durchführen lassen.
    Außenverteidiger doppelt mit äußerem Mittelfeldspieler:
    • AV weicht zurück und bremst Gegenspieler aus
    • Gegenspieler dribbelt mit inneren Fuß: äußere Mittelfeldspieler attackiert den Ball auf direktem Weg.
    • Gegenspieler dribbelt mit dem äußeren Fuß: äußerer Mittelfeldspieler attackiert den Ball von außen.

    Autor

    Willi Becker

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    Übung 3 – 2 gegen 2 am Flügel

    Organisation
    • Teams mit je 2 Spielern einteilen
    • Entlang der Seitenauslinie ein Spielfeld mit 15x25m aufbauen
    • Dribbeltore entsprechend der Abbildung aufbauen (gelbe und blaue Hütchen)
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 8
    Durchführung

    Es wird in dem markierten Feld im 2 gegen 2 gespielt, bis ein Treffer fällt. Ziel ist es durch eines der beiden Hütchentore zu dribbeln. Dauert das 2 gegen 2 länger als 1-2min oder hat ein Team ein Hütchentor durchdribbelt, sind die nächsten beiden Teams an der Reihe.

    Coaching Points

    Äußerer Mittelfeldspieler: den ballführenden Spieler nicht zu forsch anlaufen, da dieser nach vorne passen und zügig nach gehen könnte. Da der äußere Mittelfeldspieler noch in der Vorwärtsbewegung ist, könnte der Passgeber diesen problemlos überlaufen. Somit würde aus der 2 gegen 2 eine 1 gegen 2-Situation werden.

    Autor:

    Luis Österlein

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    Übung 4 – Angriffspressing am Flügel im 4 gegen 4

    Organisation
    • 2/3 Feld, dass ab 16er Kante außen rechts diagonal abgeschnitten wird
    • Länge: 60 Meter
    • Tore: Ein Tor mit TW und zwei Minitore
    • 4 gegen 4
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 8 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Der 1.Ball geht vom TW aus zum rechten Innenverteidiger, der weiterleitet auf den linken Innenverteidiger. Dieser Vorgang ist starr und vorgegeben, danach herrscht freies Spiel. Blau (1) läuft den linken IV im Bogen an, um ein Zuspiel zurück zum rechten IV zu unterbinden. So kann Blau (2) in die Mitte rücken, um eine Überzahlt 4:3 herzustellen. Bei Ballgewinn schneller Konter aufs Großfeldtor. Gelb spielt auf die zwei Minitore.

    Coaching Points

    • 3: mit den Zuspiel nach außen sofort anlaufen. Dabei sollte diagonal nach vorne angelaufen werden. Ball sofort attackieren, da 4 sichert.
    • 4: sichert 3 in einer Tiefenstaffelung im Zentrum

    Autor

    Andre Steffen Weiß

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