U14 – U23: Trainingswoche 38

    Unser Autor für den Jahrestrainingsplan: Luis Österlein (U14 Trainer Dynamo Dresden).

    Die Position des Außenverteidigers hat hohe technische Anforderungen und erfordert eine gute Kondition, falls diese stark in das Offensivspiel integriert ist. Bei gegnerischen Ballbesitz bildet der linke und rechte Außenverteidiger eine kompakte Kette mit den beiden Innenverteidigern. Anders sieht es bei eigenem Ballbesitz im Spielaufbau aus. Die Abwehrspieler schieben hoch und machen das Spielfeld breit. Die Beteiligung am Offensivspiel ist groß und dabei begrenzt sich der Aktionsradius der Außenverteidiger nicht nur auf das mittlere Drittel.

    Durch Dribblings, Vorder- und Hinterlaufen schalten sich die Auenverteidiger auch stark im letzten Drittel mit ein. Dabei sorgen sie vor allem durch Flanken von der Grundlinie und aus dem Halbfeld für Torgefahr. Ein gutes Beispiel hierfür sind die beiden Außenverteidiger des F.C. Liverpool. Der Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold konnte, besonders dank seiner hervorragenden Schlagtechnik, in der laufenden Premier League bereits 12 Tore in 29 Spielen vorbereiten. Andrew Robertson, welcher auf der gegenüberliegenden Seite agiert, kommt auch auf immerhin 7 Vorlagen in 28 Partien.

    Die Trainingswoche zielt darauf ab, das Offensivspiel der Außenverteidiger zu verbessern. Dabei wird auf die technischen Anforderungen der Außenverteidiger eingegangen. Diese müssen in der Lage sein hohe Zuspiele zügig zu verarbeiten und flache Pässe sauber, aber mit Tempo in die Bewegung mitzunehmen. Außerdem braucht ein Außenverteidiger eine gut ausgebildete Passtechnik. Nicht nur um präzise Flanken mit Effet zu spielen, sondern auch für Pässe in die Tiefe und das kurze Zusammenspiel mit Sechsern und Flügelspielern.

    Neben den positionsspezifischen Technikübungen für die Außenverteidiger wird es auch um das offensive 1 gegen 1 und die Möglichkeiten des Kombinationsspiels auf dieser Position gehen. Zusätzlich wird noch auf die Rolle des Außenverteidigers im Spielaufbau eingegangen.

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    Trainingseinheit 1

    Wird ein Spielsystem mit doppelt besetzten Außenbahnen gespielt, bietet sich besonders das Spiel über den Dritten, sowie das Vorder- und Hinterlaufen an, um in den Rücken des gegnerischen Außenverteidigers zu kommen. Sobald etwas Raum auf dem Flügel vorhanden ist und der äußere Mittelfeldspieler andribbelt, kann der Außenverteidiger im höchsten Tempo hinterlaufen.

    Wichtig beim Hinterlaufen ist, dass der äußere Mittelfeldspieler den gegnerischen Außenverteidiger steil andribbelt und ausreichend bindet. Durch das Andribbeln diagonal in Richtung Tor, wird die Außenbahn für den eigenen Außenverteidiger geöffnet. Außerdem muss der gegnerische Außenverteidiger zusätzlich noch den Dribbelweg ins Zentrum absichern, falls der Hinterläufer nicht eingesetzt wird. Sobald der eigene Außenverteidiger fast auf der höhe des gegnerischen Abwehrspielers ist, spielt der äußere Mittelfeldspieler den Ball in die Tiefe. Doch selbst wenn der Außenverteidiger nicht eingesetzt wird, unterstützt dieser sein Team mit dem Hinterlaufen enorm. Den durch das Hinterlaufen spekulieren gegnerische Außenverteidiger oftmals auf einen Pass auf die Außenbahn, wodurch der Dribbelweg ins Zentrum geöffnet wird.

    Ein Alternative den hinterlaufenden Außenverteidiger einzusetzen, ist das Spiel über den Dritten. Dabei spielt der äußere Mittelfeldspieler die ballnahe Spitze an. Diese leitet den Ball dann weiter in die Tiefe auf den Außenverteidiger, welcher zuvor den äußeren Mittelfeldspieler hinterlaufen hat.

    Eine weniger geläufige Alternative zum Hinterlaufen ist das Vorderlaufen. Auch hier dribbelt der äußere Mittelfeldspieler den gegnerischen Außenverteidiger steil an und bindet diesen. Doch in diesem Fall läuft der Außenverteidiger nicht im Rücken des äußeren Mittelfeldspielers, sondern hinter dem gegnerischen Außenverteidiger, in die Tiefe. Diese Variante hat den Vorteil, dass der angespielte Außenverteidiger bereits in der Innenbahn ist, falls der gegnerische Außenverteidiger versucht nachzukommen.

    Coaching Points

    • Eng im Rücken des ballführenden Spielers hinterlaufen
    • Im höchsten Tempo hinter- oder vorderlaufen
    • Zügig ein Anschlussaktion umsetzen (Hereingabe, ins Zentrum dribbeln und dabei den Laufweg des gegnerischen Außenverteidigers kreuzen
    Äußere Mittelfeldspieler:
    • Gegenspieler steil andribbeln und binden
    • Hinterläufer einsetzen, wenn dieser fast auf der Höhe des gegnerischen Außenverteidigers ist
    • Gegnerische Außenverteidiger spekuliert auf das Einsetzen des Hinterläufers: Dribbelweg ins Zentrum suchen


    Übung 1 – Ballmitnahme und Finte

    Organisation
    • Spielfeld 20×15 m
    • 4 blaue und 4 rote Hütchen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 15min
    • min: 5
    Durchführung

    Der Spieler mit der Nr.1 führen den Ball mit dem rechten Fuß zum roten Hütchen, macht eine Finte, (Übersteiger oder Ausfallschritt) und passt zum Spieler mit der Nr.2.  Dieser führt die Übung identisch durch. Die Übung wird als Endlospassform fortgesetzt. Alle Spieler gehen ihrem Passweg nach.

    Coaching Points

    • Mit Finte, Tempo- und Richtungswechsel am roten Hütchen vorbei gehen
    • Mit dem 1. Kontakt sofort Tempo aufnehmen
    • Ball mit dem äußeren Fuß in Richtung rotes Hütchen mitnehmen
    • Scharfer Pass in den Vorderfuß bzw. Lauf
    • Die Spielrichtung nach einigen Runden wechseln

    Autor

    Guy Majeres

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    Übung 2 – 2 gegen 1 am Flügel mit Anschlussaktion

    Organisation
    • 20 Meter zentral vor dem Tor eine Position besetzen
    • Am Strafraumeck ein 4×4 Meter großen Abwehrfeld markieren und mit einem Verteidiger besetzen.
    • Am Flügel zwei Positionen gemäß der Abbildung markieren (Flügelspieler und ein zentraler Mittelfeldspieler oder ein Außenverteidiger)
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 5 + 1 Torhüter
    Durchführung
    • Spieler mit Ball (ZM o. AV) dribbelt kurz an und spielt den Ball tief auf den äußeren Mittelfeldspieler. Anschließend hinterläuft er diesen (max. Tempoexplosion)
    • Der AM nimmt den Ball mit dem ersten Kontakt zum Zentrum mit, dribbelt den gegnerischen AV an (binden) und spielt ihn im passenden Moment (Timing) auf den hinterlaufenden Spieler
    • Dieser nimmt den Ball aus vollem Lauf (max. Tempo) mit in die „Box“, schließt dann selbst ab oder spielt eine Hereingabe auf den einlaufenden Stürmer
    Variation
    • AM kann auch ins Zentrum dribbeln, falls der Gegner den Weg freimacht
    • Verteidigungsquadrat weglassen und frei im 2 gegen 1 am Flügel spielen

    Coaching Points

    Außenverteidiger:
    • AM in den Vorderfuß spielen
    • Eng im Rücken des Mitspielers und im höchsten Tempo hinterlaufen
    • Vor der Hereingabe nicht verzögern. Flanke aus vollem Lauf spielen
    • Blick vor der Hereingabe nochmals vom Ball lösen
    AM:
    • Gegenspieler steil andribbeln
    • Hinterläufer einsetzen, wenn dieser kurz vor der Höhe des Gegenspielers ist
    Stürmer:
    • Diagonal in Richtung Tor und Flankengeber einlaufen (dafür vorher ballfern absetzen)
    • Nicht zu früh einlaufen (kurz vor der Hereingabe in den Strafraum starten)

    Autor

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    Übung 3 – 2 gegen 2 am Flügel

    Organisation
    • Teams mit je 2 Spielern einteilen
    • Entlang der Seitenauslinie ein Spielfeld mit 15x25m aufbauen
    • Dribbeltore entsprechend der Abbildung aufbauen (gelbe und blaue Hütchen)
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 8
    Durchführung

    Es wird in dem markierten Feld im 2 gegen 2 gespielt, bis ein Treffer fällt. Ziel ist es durch eines der beiden Hütchentore zu dribbeln. Dauert das 2 gegen 2 länger als 1-2min oder hat ein Team ein Hütchentor durchdribbelt, sind die nächsten beiden Teams an der Reihe.

    Coaching Points

    • Gegenspieler andribbeln, um diesen zu binden
    • Spielen & Gehen
    • Angriff zügig zu Ende spielen
    • Mutig ins 1 gegen 1 gehen

    Autor:

    Luis Österlein

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    Übung 4 – Hinterlaufen in der Flügelzone

    Organisation
    • Das halbe Spielfeld mit 2 Toren mit Torhütern in eine Mittelzone und 2 Außenzonen unterteilen
    • 5 gegen 5 in der Mittelzone
    • Je 1 Spieler in den eigenen Außenzonen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 30min
    • min: 14 + 2 Torhüter
    Durchführung

    Es wird im 7 gegen 7 gespielt. Dabei agieren 5 Spieler je Team in der Mittelzone und 2 Spieler je Team in den Außenzonen. In der mittleren Zone sind die Spieler auf 3 Ballkontakte beschränkt. Sobald der Ball in die äußere Zone gespielt wird, wird der angespielte Spieler in der Außenzone von einem Spieler in der mittleren Zone hinterlaufen. Es kommt zur Angriffsvariante mit Hinterlaufen oder Spiel über den 3. Mann.

    Hinweis

    Treffer, welche unmittelbar nach einem Hinterlaufen/Spiel über den Dritten erzielt werden zählen doppelt.

    Coaching Points

    • Gegenspieler steil andribbeln
    • Eng im Rücken und im höchsten Tempo hinterlaufen
    • Hinterläufer einsetzen, kurz bevor dieser auf der Höhe des Gegenspielers ist (auf Abseits achten)

    Autor

    Simon Görbing

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    Trainingseinheit 2

    In der zweiten Einheit zum offensiven Positionstraining der Außenverteidiger wird es besonders um das Spielen von Hereingaben gehen. Flanken werden im Spiel von unterschiedlichen Positionen gespielt und können auch auf mehrere Wege vorbereitet werden – Nach einem Hinterlaufen von der Grundlinie, einer Spielverlagerung aus dem Halbfeld, nach einem gewonnenen 1 gegen 1 auf Strafraumhöhe, …

    Wichtig beim Trainieren von Flanken ist vor allem, dass die Übung spielnah gestaltet wird. Das keine ruhenden Bälle in den Strafraum geschlagen werden, sondern die Flanken aus dem Dribbling oder nach einem Zuspiel erfolgen. Soll der Schwierigkeitsgrad weiter erhöht werden, kommt beim Spielen der Hereingaben noch Gegnerdruck hinzu.

    Wie auch Flugbälle, werden Flanken mit dem Innenspann gespielt. Jedoch wird bei den Hereingaben das Stoßbein durchgeschwungen. Dadurch bekommt der Ball die gewünschte Rotation. Jedoch haben Spieler beim Trainieren von Flanken oftmals trotzdem Schwierigkeiten den Bällen ausreichend Effet zu geben. Dabei kann der zusätzliche Hinweis abhelfen, dass der Ball möglichst weit außen getroffen werden soll.

    Auch bei der Präzision und der Höhe treten beim Üben der Hereingaben zu Beginn oftmals Schwierigkeiten auf. Jedoch stellen diese sich durch das regelmäßige Trainieren von Flanken meistens recht schnell ein. Haben die Spieler Probleme die Bälle hoch genug in den Strafraum zu bekommen, sollte der Ball weiter unten getroffen werden. Außerdem kann der Flankengeber etwas mehr in Rücklage gehen, um das Spielgerät weiter nach oben zu treiben. Bei der Genauigkeit entwickeln die Spieler auch durch regelmäßiges Üben ein besseres Gefühl. Dabei führt das Variieren des Anlaufwinkels und des Treffpunktes des Balles meist nach und nach zur notwendigen Präzision.

    Coaching Points

    Flankengeber:
    • Flanken mit dem Innenspann spielen
    • Standbein setzt hinter dem Ball auf
    • Stoßbein durschwingen und Ball weit außen treffen, geben dem Ball Effet
    • Hereingaben aus dem Dribbling heraus spielen (keine ruhenden Bälle)
    • Ball weiter unten Treffen für mehr Höhe
    • Blick kurz vor der Hereingabe nochmals vom Ball lösen
    Einlaufende Spieler:
    • Nicht zu früh einlaufen
    • Diagonal in Richtung Tor und Flankengeber einlaufen (besserer Winkel zu Ball)
    • Alle gefährlichen Räume belaufen (Rückraum, 1. & 2. Pfosten)


    Übung 1 – Hohe Bälle kontrollieren

    Organisation
    • Zwei Mini Tore
    • 16 Hütchen
    • Bälle
    • 2 Gruppen (Gleicher Anzahl an Spielern)
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 6
    Durchführung

    Der Trainer steht im Hütchen Rechteck am Strafraum und die Spieler bzw. die Gruppen sind in die Hütchenquadrate links und rechts im Mittelfeld verteilt. Der Trainer spielt abwechselnd Flugbälle auf die Spieler links und rechts. Diese müssen den hohen Ball mit der Brust oder mit dem Fuß kontrollieren und durch die Hütchen dribbeln. Im Anschluss spielen die Spieler einen Pass in die Mini-Tore.

    Feldgröße

    Siehe Zeichnung

    Coaching Points

    • Ball unter Kontrolle bringen
    • Ball zügig flach machen und sofort Tempo aufnehmen
    • Den Ball mit dem 1. Kontakt in Spielrichtung mitnehmen

    Autor

    Ercüment Sahin

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    Übung 2 – Raum für den Außenverteidiger freiziehen
    und Torabschluss

    Organisation
    • Stangen entsprechend der Abbildung positionieren
    • Das Tor mit einem Torhüter besetzen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 6 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Der AV beginnt die Übung mit dem Pass auf den äußeren Mittelfeldspieler, der sich mit einer Auftaktbewegung aus dem Deckungsschatten der Stange löst. Er lässt den Ball auf den 6er klatschen, verlässt seine Position und zieht parallel zum Strafraum in die Mitte. Der 6er setzt den hinterlaufenden AV mit einem Pass in den Raum ein. Der AV nimmt den Ball mit und passt flach zum eingerückten RM in den Strafraum, der sich mit einem lauf um die Stangen anbietet und abschließt.

    Hinweis

    Übung von beiden Seiten spielen lassen.

    Coaching Points

    AV:
    • Im höchsten Tempo hinterlaufen
    • Auf Abseits achten
    • Flanke zügig spielen (nicht unnötig verzögern)
    • Hereingabe mit dem Innenspann und ausreichend Effet spielen
    Äußere Mittelfeldspieler:
    • Nach dem Pass sofort in Richtung Zentrum starten
    • Diagonal in den Strafraum einlaufen

    Autor

    Oliver Fürst

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    Übung 3 – 3 gegen 2 am Flügel

    Organisation
    • Ein Spielfeld entlang der Seitenauslinie aufbauen
    • 2 Teams zum 5 gegen 2 einteilen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 7

    Durchführung

    Das Spiel startet in dem markierten Feld im 3 gegen 2. Ziel der 3 Angreifer ist es, ab Höhe des gelben Hütchens eine Flanke in den Strafraum zu schlagen. Dort stehen 2 Angreifer bereit, welche mit der Flanke in den Strafraum einlaufen und diese möglichst direkt abnehmen. Erobern die 2 Verteidiger den Ball versuchen sie in Richtung Mittellinie aus dem markierten Spielfeld zu dribbeln.

    Feldgröße

    30x15m

    Coaching Points

    • Andribbeln
    • Überzahl geschickt ausspielen
    • Spielen & Gehen
    • Angriffe zügig zu Ende spielen

    Autor:

    Luis Österlein

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    Übung 4 – Spiel mit Flankenzonen

    Organisation
    • Spielfeld mit 4 Flankenzonen markieren
    • Feldgröße der Spieleranzahl anpassen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 12 + 2 Torhüter
    Durchführung

    Im Spielfeld wird mit nur flachen Bällen gespielt. Aus der Flankenzone darf bzw. soll geflankt werden.

    Spieler, die in die Flankenzone eindringen, dürfen nicht angegriffen werden.

    Coaching Points

    • Blick vor der Hereingabe nochmal vom Ball lösen
    • Durch offensiv Dribblings oder Kombinationsspiel in die Flankenzone eindringen
    • Torgefährlichen Räume belaufen (1. & 2. Pfosten und Rückraum)

    Autor

    Jürgen Mayr

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    Trainingseinheit 3

    Eine wesentliche Aufgabe der Außenverteidiger im Spielaufbau ist es, dem Spielfeld Breite und Tiefe zu geben. Dadurch, dass die Außenverteidiger im Spielaufbau eine Position hoch schieben (Ein 4-4-2 ist beispielsweise bei eigenem Ballbesitz eigentlich ein 2-4-4), werden die gegnerischen Flügelspieler weit weg vom eigenen Tor gehalten. Gelingt es den Außenverteidigern dabei auch noch die gegnerischen Flügelspieler weit nach außen zu ziehen, können die Innenverteidiger die Halbräume sehr gut bespielen.

    Da im Spielaufbau Lösungsansätze sehr hilfreich sind, werden hier 3 Angriffsmuster aus dem 4-4-2, in welchen der Außenverteidiger beim Aufbauen des Spiels involviert ist, vorgestellt:

    • 4-4-2 gegen 4-4-2: Der Außenverteidiger wird vom Innenverteidiger angespielt. Daraufhin wird der Passempfänger von dem gegnerischen Flügelspieler angelaufen. Der Außenverteidiger nimmt den Ball mit dem äußeren Fuß so an, als würde dieser den Ball entlang der Linie auf den Mitspieler auf der Außenbahn spielen wollen. Der gegnerischen Flügelspieler versucht den Pass entlang der Linie zuzulaufen (dabei kann eine Passfinte helfen). Dadurch wird der Dribbelweg ins Zentrum geöffnet und der Außenverteidiger kann den Ball in die Tiefe spielen.
    • 4-4-2 gegen 4-1-2-1-2: Agiert das gegnerische Team mit einer Mittelfeldraute, ist auf den Außenbahnen in aller Regel viel Raum. Wird der Ball zügig vom linken auf den rechten Außenverteidiger verlagert, kann der äußere Mittelfeldspieler sehr breit agieren und den gegnerischen Außenverteidiger nach außen ziehen. Nun sollte die Lücke zwischen dem gegnerischen Außenverteidiger und dem Innenverteidiger gut bespielbar Diese kann sehr gut von der ballfernen Spitze belaufen werden. Dabei bewegt sich die ballferne Spitze parallel zur Kette. Rückt die ballnahe Spitze dabei noch etwas raus und zieht dadurch den gegnerischen, ballnahen Innenverteidiger aus der Kette, kann der Außenverteidiger die Lücke noch besser bespielen.
    • 4-4-2 gegen 4-3-3: schieben die Außenverteidiger hoch und die Außenstürmer werden mitgezogen, können die beiden Stürmer die Überzahl gegenüber dem Mittelstürmer des gegnerischen Teams ausspielen. Halten die Außenstürmer dagegen die Höhe, können die Außenverteidiger sich genau soweit fallen lassen, dass diese nicht mehr im Deckungsschatten stehen. Spielt ein Innenverteidiger ein Außenverteidiger scharf an, können die 3 Stürmer mit einem guten, schnellen 1. Kontakt überspielt werden. Agieren die Außenstürmer jedoch sehr breit, können die Innenverteidiger durch die Lücken zwischen dem gegnerischen Mittelstürmer und den Außenstürmern bespielen.
    Coaching Points

    Außenverteidiger im Spielaufbau:
    • Spielfeld breit und tief machen
    • Zielgerichteter 1. Kontakt (Anschlussaktion vorbereiten)
    • Nachgehen wenn der Ball überspielt wird
    • Der balfferne Außenverteidiger sichert
    • Ball mutig nach vorne mitnehmen und Tempo machen, wenn Raum vorhanden ist


    Übung 1 – Passparcours

    Organisation
    • Hütchen gemäß der Abbildung platzieren
    • Spieler positionieren – 2 Innenverteidiger, 2 Außenverteidiger, 2 Stürmer und 1 Zehner
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 7
    Durchführung

    Der Innenverteidiger spielt auf den ballnahen Außenverteidiger. Dieser spielt einen Flugball auf die ballnahe Spitze, welche den Ball auf den Zehner ablegt. Der Zehner spielt einen Doppelpass mit der Spitze, die den Ball anschließend auf den 2 Stürmer weiter spielt. Dieser spielt einen Flugball auf den Außenverteidiger auf derselben Spielfeldseite. Der Außenverteidiger passt zum nächsten Innenverteidiger. Dieser spielt den anderen zentralen Verteidiger an, welcher die Übung eingeleitet hat. Die Übung wird als Endlospassform fortgesetzt. Lass die Spieler nach einigen Runden die Spielrichtung wechseln.

    Coaching Points

    • Innenverteidiger: den Außenverteidiger in den Vorderfuß anspielen
    • Außenverteidiger: Ball zügig verarbeiten und ein Flugball mit dem 2. Oder spätestens dem 3. Kontakt spielen. Der Flugball wird mit dem äußeren Fuß mit Unterschnitt und ohne Effet gespielt.
    • Stürmer: Ball zügig flach machen. Nach dem Pass auf den Zehner ein Tempowechsel durchführen
    • 2. Außenverteidiger: Ball in Richtung des 2. Innenverteidigers annehmen, den Ball zügig flach machen.
    • Auf ein spielnahes Tempo achten
    • Kommunikation fordern
    • 1.Variationsmöglichkeit: Der Außenverteidiger nimmt den 1. Kontakt so an, als würde er einen Flugball entlang der Linie spielen. Anschließend täuscht der Spieler den Flugball an aber dribbelt mit einem Tempowechsel in Richtung Spielfeldmitte. Anschließen spielt der Außenverteidiger einen flachen Pass zur ballnahen Spitze
    • 2. Variationsmöglichkeit: der Innenverteidiger dribbelt nach vorne an und spielt einen scharfen Pass auf die ballnahe Spitze. Sobald der Außenverteidiger überspielt wird, startet dieser die Linie entlang. Die Spitze lässt den Ball auf den Außenverteidiger klatschen. Dieser spielt den Ball auf den Zehner

    Autor

    Christian Wolf

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    Übung 2 – 1 gegen 1 nach Zuspiel aus dem Halbfeld

    Organisation

    25 bis 30 Meter vor einem Tor mit Torhüter außen 2 Hütchentore und zwei Starthütchen errichten.

    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 3 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Angreifer und Verteidiger ihren Positionen zuweisen. Den Spielraum zur Mitte hin durch Hütchen begrenzen. 1 gegen 1 aus kurzer Distanz. Vom gelben Hütchen aus erfolgt ein Zuspiel zum Angreifer, der den Ball zum 1 gegen 1 nach vorne mitnimmt. Das blaue Hütchen dient als Orientierung für den Außenverteidiger, der mit dem Zuspiel herausrückt. Der Verteidiger verstellt die Innenbahn, weicht langsam zurück und lenkt den Angreifer nach außen. Nach einer Balleroberung kontert der Verteidiger auf das Hütchentor. Der Angreifer darf nur nach vorne agieren.

    Feldgröße

    Halbfeld

    Coaching Points

    • Mit dem 1. Kontakt Tempo aufnehmen
    • Gegenspieler steil andribbeln
    • Mit Finte und Tempowechsel am Gegenspieler vorbei gehen

    Autor

    Simon Görbing

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    Übung 3 – Spielaufbau

    Organisation
    • 2/3 Spielfeld
    • Dribbellinie / 3 Jugendtore / Großfeldtor mit Torhüter aufbauen
    • 2 Mannschaften bilden (Team im Spielaufbau agiert mit 10 Spielern und in einer leichten Überzahl oder in Gelichzahl)
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 16 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Spieleröffnung durch Torhüter (A) über einen der beiden Innenverteidiger. Mannschaft (B) beginnt mit dem Pressing ca. 25m vor dem Tor von (A).

    Vorgaben für das Team im Spielaufbau:

    • 4 + 5: Breite schaffen (stehen breit vor dem Strafraum / Strafraumkanten)
    • 2 + 3: Höhe schaffen (stehen hoch in Richtung Mittellinie )
    • 6 + 8 + 10: Dreiecke bilden (Anspielstationen schaffen)
    • 7 + 11 + 9: Tiefe schaffen (Platz schaffen für die nachrückenden Spieler)

    Coaching Points

    Vorgaben für die Außenverteidiger im Spielaufbau:
    • Hochschieben und Spielfeld breit halten
    • Wenn Raum vorhanden ist, mutig nach vorne andribbeln
    • Wird ein Angriff über eine Außenbahn gespielt, schiebt der ballferne Außenverteidiger zum Sichern ein
    • Dribbelweg ins Zentrum durch Passfinten entlang der Linie öffnen
    • Nachrücken, wenn die ballnahe Spitze angespielt wird.
    • Bei einer Spielverlagerung schiebt der Außenverteidiger so hoch wie möglich (nicht im Deckungsschatten verschwinden)

    Autor:

    Simon Görbing

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    Übung 4 – Spielaufbau im 6 gegen 6

    Organisation

    Die Übung wird auf einem halben Großfeld durchgeführt. Teilen Sie 2 Teams für ein 6 gegen 6 ein. Platzieren Sie 2 Mini-Tore und Dribbeltore gemäß der Abbildung

    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 12 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Zu Spielbeginn, nach Ausbällen oder Treffern hat immer der Torhüter von Team Gelb den Ball. Team Gelb hat das Ziel durch die Dribbeltore zu dribbeln oder ein Treffer auf einem der Mini-Tore zu erzielen. Team Blau versucht den Ball zu erobern und ein Treffer auf dem Großfeldtor zu erzielen. Team Gleb agiert mit 2 IV, 2 AV und 2 Sechsern. Team Blau agiert mit 2 ST, 2 Flügelspielern und 2 Sechsern. Außerdem lenkt Team Blau nach außen und verteidigt in einem Mittelfeldpressing.

    Hinweis

    Spielfeld tief und breit machen

    Coaching Points

    Außenverteidiger:
    • Höhe und Breite schaffen, um die Gegenspieler in der Tiefe zu binden
    • Mutig andribbeln, wenn Raum vorhanden ist
    • Ball zielgerichtet nach vorne mitnehmen, um Anschlussaktion bestmöglich vorzubereiten

    Autor

    Luis Österlein

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