U14 – U23: Trainingswoche 50

    Unser Autor für den Jahrestrainingsplan: Luis Österlein (U14 Trainer Dynamo Dresden).

    In der letzten Trainingswoche wurde das Anbiete- und Freilaufverhalten der Innenverteidiger, Außenverteidiger und Sechser trainiert. Auch in dieser Woche wird es  um die Bewegung ohne Ball gehen. Da der Sechser sich sehr variabel in den Spielaufbau miteinbringen kann, wird eine 2. Einheit zum Anbiete- und Freilaufverhalten des defensiven Mittelfeldspielers durchgeführt.

    In der 2. & 3. Einheit dieser Woche geht es dann weiter mit den Spielern, welche nicht unmittelbar am Spielaufbau beteiligt sind. Die Stürmer und Flügelspieler werden Möglichkeiten kennenlernen und trainieren, sich in der Tiefe anzubieten.

    Die Verteidiger und Sechser können den Ball im Spielaufbau noch so gut laufen lassen, aber ohne Anspielstationen in der Tiefe wird das Passspiel zum Selbstzweck. Deswegen ist es wichtig, dass die Stürmer und Flügelspieler sich anspielbar machen, indem sie sich aus den Deckungsschatten der Gegenspieler lösen. Dabei geht es nicht darum, dass die Spieler im letzten Drittel den Mitspielern weit entgegenkommen oder gar den Ball dort abholen.  Ganz im Gegenteil, die Stürmer und Flügelspieler sollten das Spielfeld tief machen, um Raum zu schaffen.  Jedoch sollten die Spieler in der Tiefe die Lücken im gegnerischen Mittelfeld erkennen und sich in diesen anbieten.

    Dabei ergeben sich, je nach eigenem und gegnerischem System und Spielweise, ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Ball in die Tiefe gespielt werden kann. Jedoch gibt es auch eine Hand voll Hilfestellungen für das Anbiete- und Freilaufverhalten in der Tiefe, welche immer nützlich sind:

    • Zwischen den Gegenspielern bewegen, um sich einer klaren Zuordnung zu entziehen. Die gegnerischen Verteidiger sind gezwungen die Zuständigkeit immer wieder zu übergeben. Orientiert sich dabei keiner der Verteidiger eindeutig zum dem Passempfänger in der Tiefe, kann dieser womöglich sogar aufdrehen
    • Die Spieler in der Tiefe sollten dem Pass nicht weiter als notwendig entgegenkommen. Dadurch verschafft sich der Stürmer oder Flügelspieler Zeit, um eine Anschlussaktion durchzuführen, denn die gegnerischen Mittelfeldspieler müssen einen weiteren Weg zum Doppeln zurücklegen. Jedoch gibt es eine Ausnahme. Will der Angreifer bewusst eine Lücke in der gegnerischen Kette reißen, kommt dieser dem Ball weit entgegen und den direkten Gegenspieler mitzuziehen
    • Lauffinten einsetzten: dadurch können die Passempfänger sich Abstand zum Gegenspieler verschaffen, um den Ball in einer offenen Stellung zu verarbeiten. Alternativ kann eine Lauffinte aber auch eingesetzt werden, um direkt in der Tiefe angespielt zu werden. Dafür kommt der Flügelspieler oder Stürmer dem Passgeber entgegen und starten dann plötzlich in die Tiefe

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    Trainingseinheit 1

    Wie in der letzten Trainingseinheit der vorherigen Trainingswoche erwähnt, hat der Sechser viele Möglichkeiten sich im Spielaufbau anzubieten. Dabei wurde vor allem auf Optionen eingegangen, wie sich der defensive Mittelfeldspieler einem Innenverteidiger anbieten kann. Beispielsweise in dem sich der Sechser auf Lücke anbietet, sich gegen die Verschieberichtung absetzt oder indem der ballnahe Sechser geht und der ballferne Sechser kommt.

    Auf der Sechserposition bedarf es einer sehr guten Übersicht und eines ständigen Vororientierens, da der defensive Mittelfeldspieler von jeder Seite Druck erhalten kann. Hat ein Sechser das Spielgeschehen nicht ausreichend im Blick, kann dies zu einem unerwarteten Ballverlust führen. Dies ist auf der Sechserposition im Spielaufbau  besonders ungünstig, da das eigene Team breit aufgefächert ist und der Gegner nun Ballbesitz in einer zentralen Position hat.

    Um solche Ballverluste im Spielaufbau zu vermeiden, bedarf es einer guten Übersicht und der Vororientierung. Doch auch die Art des Anbiete- und Freilaufverhaltens spielt dabei eine Rolle. Sechser bringen sich oftmals stark in Bedrängnis, indem diese permanent geschlossen agieren und dem ballbesitzenden Verteidiger frontal zulaufen. Dadurch weiß der Sechser weder was in seinem Rücken los ist, noch ist dieser in der Lage den Ball seitlich oder gar offen zur Spielrichtung mitzunehmen.

    Deshalb sollte der Sechser, besonders, wenn dieser keinen Gegenspieler im Rücken hat, in einer halboffenen Stellung agieren. Dadurch behält dieser das Spiel in der Tiefe aber auch die ballbesitzenden Verteidiger im Auge. Außerdem sollte der defensive Mittelfeldspieler es vermeiden immer gedankenlos mit dem Ball zu verschieben. Denn dadurch wird der Sechser selten in eine günstige Ausgangslage für eine Spielfortsetzung nach vorne kommen und unfreiwillig die Passwege für die Mittspieler in der Tiefe schließen.

    Coaching Points

    • Variantenreich anbieten (ballfern kommt, ballnnah geht; auf Lücke anbieten, gegen die Verschieberichtung anbieten, abkappender Sechser, Tiefenstaffelung bilden), anstatt einfach nur mit dem Ball zu verschieben
    • Vororientieren
    • In halboffener/offener Stellung agieren


    Übung 1 – Passzentrum mit schneller Passfolge

    Organisation
    • Ein großes Quadrat mit 20×20 Meter mit Hütchen aufbauen. Im inneren dieses Feldes ein 5×5 Meter kleines Feld mit Stangen errichten.
    • Im Zentrum zwei Spieler, außen an den Hütchen jeweils zwei Spieler positionieren. 2 Bälle liegen an 2 parallel gegenüberliegenden Seiten
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 10
    Durchführung
    • Die zentralen Spieler lösen sich aus der Mitte und bieten sich dem äußeren Spieler an.
    • Der äußere Spieler spielt den Pass, läuft seinem Anspiel ins Zentrum nach und übernimmt die zentrale Position.
    • Der angespielte zentrale Spieler passt den Ball gegen den Uhrzeigersinn zum nächsten äußeren Spieler und stellt sich dort an. Nun geht die Passfolge weiter – außen – zentral – außen.
    Variation
    • Im Uhrzeigersinn üben
    • Passfolge im Wechsel diagonal, seitlich: Zentraler Spieler dreht auf und passt auf die gegenüberliegende Seite
    Hinweis
    • Saubere Bewegung aus dem Zentrum heraus zum Anbieten
    • scharfes und genaues Zuspiel.
    • Ballan- und Mitnahme in Passrichtung.

    Coaching Points

    • In offener Stellung anbieten
    • Kommandos fordern
    • Mit 2 Kontakten agieren
    • Variationsmöglichkeit: Freies Passspiel. Alle Spieler gehen ihrem Passweg nach

    Autor

    Benjamin Küster

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    Übung 2 – Such eine Linie mit Torabschluss

    Organisation

    Spieler mit Ball am Starthütchen in einer Reihe aufstellen lassen. Im ersten und zweiten Rechteck ein Spieler ohne Ball, mittig positionieren. Ein Spieler steht am Zielhütchen ohne Ball. Ein Torhüter im Tor.

    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 6 + 1 Torhüter
    Durchführung
    • Variante 1: Spieler B bestimmt die Richtung, indem dieser sich auf eine Seite absetzt. Spieler C bietet sich auf der anderen Seite an. Spieler A passt zu Spieler C. Der lässt auf Spieler B klatschen. Spieler B passt zu Spieler D. Dieser nimmt den Ball mit rechts oder links mit und schießt ab. Nun stellt er sich wieder an. Spieler A rückt ins erste Rechteck, Spieler B ins zweite Rechteck und Spieler C geht zum Zielhütchen.
    • Variante 2: Gleicher Ablauf wie Variante 1. Nur das Spieler D nicht selbst abschließt, sondern den Ball auf Spieler C ablegt. Dieser schließt nach einem Ballkontakt ab.
    Feldgröße

    2 Rechtecke mit je 8 x 4 Meter

    Coaching Points

    • Spieler B: in offener Stellung zu einer Seite absetzen
    • Spieler A: andribbeln und den Ball scharf auf Spieler C spielen
    • Spieler B: dem Ball nachgehen, sobald Spieler A den Pass gespielt hat.
    • Auf ein spielnahes Tempo achten
    • Kommandos fordern

    Autor

    Simon Görbing

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    Übung 3 – Ausdauerparcours

    Organisation
    • Ausdauerparcours auf einem ganzen Platz .
    • 2 Tore ( 1 Bewegliches Tor ), Hütchen ( ca.20 ), Bank, Reifen, Koordinationsleiter, Sprunghürden
    Dauer/Spieleranzahl
    • 30min
    • min:10 +2 Torhüter
    Durchführung

    2 Gruppen einteilen und den Parcours wie in der  Grafik aufbauen. Die 1. Gruppe läuft links und die 2. läuft rechts. Nach einer Runde wird gewechselt . Die 2. Gruppe holt die Bälle an der Mittellinie und legt diese nach einer Runde in der Mitte ab ( siehe Grafik).

    Coaching Points

    • Auf eine saubere Ausführung der Übungen achten
    • Die einzelnen Übungen in einem mittleren bis schnellen Tempo durchführen. Zwischen den Stationen in einem lockeren Tempo dribbeln/laufen

    Autor:

    Jan Hauser

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    Übung 4 – Torschuss mit Einstieg im Stangenwald

    Organisation
    • Zwei gegenüberstehende Tore
    • Im Zentrum ein Stangenwald aufbauen
    • Hütchen rechts und links neben den Toren und im Zentrum außen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 15min
    • min: 6 + 2 Torhüter
    Durchführung

    Die Spieler verteilen sich an den Hütchen und starten jeweils zu zweit von den diagonal gegenüberliegenden Positionen in Richtung Zentrum. Erst wird ein Doppelpass mit den Spielern an den äußeren, mittleren Spielern gespielt. Anschließend dribbeln die Spieler durch den Stangenwald und schließen auf das gegenüberliegende Tor ab.

    Variationen
    • Ausführung einer Finte an einer Markierung im Zentrum
    • Vorgabe der Abschlusstechnik (linker Fuß-rechter Fuß/ Vollspann-Innenseite)
    • Doppelpass mit dem Torhüter als Auftaktaktion

    Coaching Points

    • Enge Ballführung
    • Beidfüßiges Dribbling
    • Nach dem ersten Pass des Doppelpasses einen Tempowechsel durchführen

    Autor

    Robert Müggenburg

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    Trainingseinheit 2

    Nachdem nun das Anbiete- und Freilaufverhalten aller Positionen, welche unmittelbar am Spielaufbau beteiligt sind, trainiert wurde, geht es jetzt mit den Spielern in der Tiefe weiter. Dazu zählen die Flügelspieler, die Zehner und die Stürmer. In der heutigen Einheit wird am Anbiete- und Freilaufverhalten der äußeren Mittelfeldspieler bzw. der Außenstürmer gearbeitet.

    Diese positionieren sich im Spielaufbau in aller Regel sehr breit, um die gegnerische Abwehrkette auseinander zu ziehen. Agieren die Außenverteidiger jedoch etwas höher, da beispielsweise mit einer dynamischen Dreierkette gespielt wird, schieben die Außenspieler ein. Nichtsdestotrotz bietet das System jedoch nur eine Orientierung für die Spieler. Um anspielbar zu sein, muss der Spieler letztendlich  auf die jeweilige Situation reagieren und sich aus dem Deckungsschatten seiner Gegenspieler lösen.

    • Wird der Passwege entlang der Linie zugestellt, kann der Außenspieler in den Halbraum einrücken, um sich anspielbar zu machen. Dies Option ist ergibt sich häufig gegen ein 4-4-2, da die Halbräume hier sehr gut bespielbar sind. Der Außenspieler sollte sich dabei explosiv in die Lücke lösen, um den Ball seitlich nach innen oder sogar nach vorne mitnehmen zu können. Wichtig hierbei ist, dass der Ball mit dem gegnerfernen Fuß mitgenommen
    • Sucht ein zentraler Mittelfeldspieler einen Laufweg in die Tiefe und reißt seinen Gegenspieler mit, kann der Außenbahnspieler sich ins Mittelfeld lösen. Der äußere Mittelfeldspieler kann angespielt werden und aufdrehen. Geht der gegnerische Außenverteidiger dagegen mit, kann der eigene Außenverteidiger in die Tiefe starten und mit einem Chipball eingesetzt werden.
    • Kann der Ball der Linie entlang gespielt werden, sollte der Ball möglichst offen zur Spielrichtung angenommen werden können. Dafür kann der Flügelspieler Lauffinten Dabei deutet der Flügelspieler einen Laufweg in die Tiefe an und setzt sich dann plötzlich diagonal nach außen und hinten ab. Nun kann der Ball mit dem Vorderfuß angenommen und der Gegenspieler steil angedribbelt werden.
    • Alternativ kann der Flügelspieler aber auch eine Lauffinte einsetzen, um den Ball in der Tiefe zu erhalten. Diese Option ist besonders dann hilfreich, wenn der gegnerische Außenverteidiger sehr eng deckt. Dafür kommt der Flügelspieler mit ballbesitzenden Spieler entgegen, führt dann jedoch einen explosiven Antritt in die Tiefe durch. Der Außenbahnspieler kann nun direkt oder per Spiel über den Dritten im Rücken der Abwehr eingesetzt werden.
    • Aus einer breiten Position kann der Flügelspieler sehr gut die Schnittstelle zwischen gegnerischen Außen- und Innenverteidiger belaufen. Dafür starten der Flügelspieler von der Seitenauslinie in Richtung gegnerischen Außenverteidiger, um Tempo aufzunehmen. Mit dem Zuspieler startet der Flügelspieler dann in die Tiefe und erhält einen Pass durch die Schnittstelle.
    Coaching Points

    • Aus dem Deckungsschatte lösen (nach außen absetzen bzw. in den Halbraum lösen)
    • Gegenspieler direkt im Rücken: Ball mit dem gegnerfernen Fuß verarbeiten
    • Lauffinte einsetzen, um den Ball in der Tiefe zu erhalten bzw. um den Ball offen zur Spielrichtung verarbeiten zu können
    • Schnittstellen aus einer breiten Position belaufen, um Tempo aufnehmen zu können
    • Positionswechsel mit zentralen Mittelfeldspieler


    Übung 1 – Aufwärmpacour

    Organisation
    • 4 Hürden
    • 4 rote Hütchen
    • 4 gelbe Hütchen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 6
    Durchführung

    Der rote Spieler passt den Ball in Richtung des gelben Spielers. Anschließend läuft dieser mit Skippings über die Hürden auf die andere Seite

    Der gelbe Spieler passt den Ball zurück und läuft mit Sidesteps durch die Hütchen auf die andere Seite. So ergibt sich ein  Rundlauf und die Übung wird als Endlospassform durchgeführt.

    Variationen
    • Ball nur mit links/rechts spielen
    • ein/zwei Kontakt(e)
    • im/gegen Uhrzeigersinn
    • Rückwärts durch die Hütchen
    • Seitlich über die Hürden
    Hütchenabstände

    je nach Leistung

    Autor

    Patrick Marx

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    Übung 2 – Flügelspiel Passkombi

    Organisation
    • Ein Spielfeld mit 40 x 50 aufbauen
    • Die Spieler gemäß Abbildung auf die Positionen verteilen.
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 8
    Durchführung

    Rundlauf: A passt auf den Flügel zu B, der sich mit einer Auftaktbewegung in die Tiefe freigemacht hat, den Laufweg abbricht und sich zum kurzen Anspiel anbietet. B dreht auf und passt zu C, der den Ball an- und mitnimmt und sich bei der anderen Gruppe anstellt. Dort gleicher Ablauf wie links.

    Hinweis

    Coaching:

    • Für A: angemessene Schärfe des Passes
    • Für B: Den Ball mit dem äußeren Fuß an- und direkt in die Bewegungsrichtung mitnehmen.

    Coaching Points

    • Übung auch gegen den Uhrzeigersinn durchführen
    • Spieler A: vor dem Pass einmal andribbeln. Scharf in den Vorderfuß von B spielen
    • Spieler B: spätestens mit dem 1. Kontakt in eine offene Stellung kommen. Nach der Lauffinte explosiv nach hinten und außen absetzen
    • Das richtige Timing für die Lauffinte finden. Spieler B sollte den Ball nicht erst erhalten, wenn dieser schon lange zum Stehen gekommen ist. Vielmehr sollte der Ball genau dann ankommen, wenn Spieler B sich abgesetzt hat

    Autor

    Harald Unverdorben

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    Übung 3 – Spielaufbau über die Flügel Passform

    Organisation

    Das Spielfeld nutzen, um die Positionen zu simulieren. Ansonsten Hütchen aufstellen

    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 5
    Durchführung

    Der Innenverteidiger wechselt die Seite, woraufhin der Ball auf den Außenverteidiger gespielt wird. Der Außenverteidiger spielt den Ball auf den einlaufenden Mittelfeldspieler ins Zentrum, welcher den Ball auf 6 klatschen lässt.

    Hinweis

    Position 7 sollte sich von der Außenbahn lösen und den Ball im Halbfeld empfangen, um den Weg für den hinterlaufenden Außenverteidiger zu öffnen. Variation: Der Sechser schließt einen Flugball auf den Außenverteidiger an, welcher den Ball als Flugball auf die Innenverteidigerposition zurückspielt.

    Feldgröße

    Wettkampftreu

    Coaching Points

    • Auf ein spielnahes Tempo achten
    • Äußerer Mittelfeldspieler: explosive von der Außenlinie lösen. Freilaufbewegung erst kurz vor dem Pass einleiten
    • Variation 1: der äußere Mittelfeldspieler nimmt den Ball einmal seitlich mit dem gegnerfernen Fuß mit
    • Variation 2: Der Innenverteidiger passt zum äußeren Mittelfeldspieler in den Halbraum, der Außenverteidiger startet in die Tiefe. Der äußere Mittelfeldspieler lässt den Ball auf den Sechser klatschen, welcher den Außenverteidiger in der Tiefe einsetzt

    Autor:

    Pascal Kontor

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    Übung 4 – Positionsangriff am Flügel

    Organisation

    Positionen gemäß der Abbildung besetzen.

    Dauer:

    20 min

    Durchführung
    • 5 dribbelt diagonal an und passt auf den sich lösenden 9er.
    • 9 lässt auf 6 klatschen, der einen Pass in die Schnittstelle auf den startenden 11 spielt
    • 11 dribbelt mit hohem Tempo in Richtung Grundlinie und flankt auf 9 und 10, die den ersten und Pfosten und den 2. Pfosten anlaufen.
    Hinweis

    Coachingpunkte:

    • hohe Dribbelgeschwindigkeit von 11
    • Keine statische Übung. Alle Positionen sind in Bewegung (Auftaktbewegung, Timing beim Start in die Räume).
    • harte, zielgenauer Pass in die Mitte
    • Abschluss mit der Innenseite oder per Kopf
    Variationen
    • 6 spielt diagonal auf den anderen Flügel 7
    • 6 lässt klatschen und 5 oder 4 spielen den diagonalen Ball auf den Flügel

    Coaching Points

    • 5: scharfer Pass auf den gegnerfernen Fuß von 9
    • 9: Ball mit dem gegnerfernen Fuß klatschen lassen
    • 6: mit dem 2. Kontakt und mit ausreichend Schärfe durch die Schnittstelle passen
    • 11: diagonal auf Außenverteidiger zu bewegen. Mit dem Abspiel in die Tiefe starten, Auf Abseits achten. Ziel ist es, bereits im Tempo zu sein, wenn der Ball in die Tiefe gespielt wird
    • 9 und 10: ballfern absetzen und diagonal in Richtung Tor und Flankengeber einlaufen. Nicht zu früh einlaufen

    Autor

    Christian Rauter

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    Trainingseinheit 3

    In der 6. und letzten Einheit zum Schwerpunktthema Anbiete- und Freilaufverhalten wird es um die Position des Stürmers gehen. Der zentrale Angreifer ist schwer in Szene zu setzen, da dieser am engsten bewachten Raum des Gegners agiert – zwischen den zentralen Mittelfeldspielern und den Innenverteidigern des Gegners.

    Die Sturmspitzen können entweder vor der Abwehr des Gegners oder in dessen Rücken eingesetzt werden. Für die erste Option muss sich der Stürmer immer wieder aus dem Rücken der Mittelfeldspieler lösen. Dafür muss der zentrale Angreifer oftmals in den Halbraum ausweichen, um anspielbar zu sein. Die Spielfeldmitte ist in aller Regel zu eng bewacht, so dass ein Spieler im Spielaufbau eine Sturmspitze in zentraler Position einsetzen könnte.

    Ist der Ball bereits auf dem Flügel, ist es auch oft hilfreich, wenn der ballnahe Stürmer in den Halbraum kommt. Dadurch können der Außenverteidiger und er äußere Mittelfeldspieler den Angreifer für das Kombinationsspiel nutzen. Beispielsweise um den Außenverteidiger mit einem Spiel über den Dritten einzusetzen oder damit der Flügelspieler ein Doppelpass mit dem Angreifer spielen kann.

    Soll der Stürmer jedoch direkt in der Tiefe eingesetzt werden, können folgende Hilfestellungen für das Anbiete- und Freilaufverhalten des Stürmers hilfreich sein:

    • Der ballnahe Stürmer kommt entgegen und der ballferne Stürmer startet in dessen Rücken in die Tiefe. Dadurch wird ein zentraler Verteidiger des Gegners aus der Kette gezogen. Dies Lücke kann der ballferne Stürmer ideal belaufen.
    • Ein einzelner Stürmer kann sich auch sehr gut auf die ballferne Seite absetzen, um ein Laufweg in die Tiefe vorzubereiten. Beispielsweise bewegt dieser sich bis auf die Höhe des ballfernen Innenverteidigers des Gegners. Von dort aus kann der Angreifer sich parallel zur Kette auf den ballnahen Innenverteidiger des Gegners zu bewegen und in dessen Rücken in die Tiefe starten.
    Coaching Points

    • Aus dem Deckungsschatten der gegnerische Mittelfeldspieler lösen
    • Innenverteidiger im Rücken: Ball mit dem gegnerfernen Fuß verarbeiten/weiterspielen
    • Spiel in die Tiefe: ballfern absetzen, parallel zur Kette bewegen
    • Spiel in die Tiefe: ballnahe Spitze kommt, ballferne Spitze startet in die Tiefe


    Übung 1 – Aufwärmroutine

    Organisation
    • Die Spieler verteilen sich gleichmäßig auf die Pos. 1 und 2 links und rechts.
    • genügend Bälle an Position 1 bereitlegen
    • Stangen und Hütchen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 6
    Durchführung

    Position 1 spielt den Ball zu 2 und geht dem Passweg nach. Der Spieler an Position 2 nimmt den Ball mit, dribbelt durch die Stangen und stellt sich bei Position 1 an.

    1.Durchgan: ohne Vorgabe

    2.Durchgang: alles mit dem rechten Fuß

    3.Durchgang: alles mit dem linken Fuß

    4.Durchgang: Dribbling, außen, innen, außen, innen, …

    Coaching Points

    • Scharfes Passspiel
    • Ball direkt in die Bewegung mitnehmen
    • Blick vom Ball lösen
    • Enge Ballführung

    Autor

    Markus Hadan

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    Übung 2 – Kurzpass und Flugball

    Organisation

    7 Hütchen

    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 9
    Durchführung
    • Spieler A passt den Ball flach zu Spieler B.
    • Spieler B passt den Ball flach zu Spieler C.
    • Spieler C passt den Ball flach zu Spieler D.
    • Spieler D passt den Ball per Flugball zu Spieler E.
    • Spieler E passt den Ball flach zu Spieler F.
    • Spieler F passt den Ball flach zu Spieler G.
    • Spieler G passt den Ball flach zu Spieler H.
    • Spieler H passt den Ball per Flugball zu Spieler A.
    • Jeder Spieler geht an die Position, die er angespielt hat.
    Feldgröße

    Halbes Spielfeld, großer Platz

    Coaching Points

    • Flugbälle mit Unterschnitt und ohne Effet spielen
    • Stoßbein nicht durchschwingen
    • Die Flugbälle werden immer aus der Bewegung gespielt
    • Ball zügig flach machen und weiterspielen
    • Aktionen mit Ball in einem hohen Tempo durchführen
    • Zeit zwischen Ballannahme und Spielen des Balles so kurz wie möglich gestalten

      Autor

      Dennis Reuter

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      Übung 3 – Spielnaher Torschuss mit Passspiel und imitierten Gegenspielern

      Organisation

      Aufbau dreier Stangen und zweier Starthütchen gemäß der Zeichnung. Die Spieler verteilen sich gleichmäßig an die beiden Starthütchen. Die Bälle sind bei der Gruppe A. Der Torhüter steht im Tor.

      Dauer/Spieleranzahl
      • 15min
      • min: 2 +1 Torhüter
      Durchführung

      Spieler A dribbelt vom Starthütchen aus in Richtung der beiden ihm am nächsten stehenden Stangen. Gleichzeitig startet Spieler B seinen Laufweg an der Stange entlang. Dort angekommen, spielt A einen Pass in die Tiefe, den Spieler B erläuft und direkt oder nach kurzer Ballannahme und Ballmitnahme aufs Tor schießt. Nach jedem Durchgang wechseln die Positionen.

      Feldgröße

      35×25 Meter

      Hütchenabstände
      • Tor – Stangen: 25 Meter
      • Starthütchen A – Stange I: 6-8 Meter
      • Stange I – Stange II: 12 Meter
      • Stange II – Stange III: 10 Meter
      • Starthütchen B – Stange III: 5 Meter

      Coaching Points

      • Auf Abseits achten
      • Spieler B: Richtiges Timing für den Beginn der Freilaufbewegung finden
      • Ball mit dem gegnerfernen Fuß verarbeiten und abschließen

      Autor:

       Christian Titz

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      Übung 4 – Torschuss nach Doppelpass von außen

      Organisation

      4 Stangen

      Dauer/Spieleranzahl
      • 25min
      • min: 8 + 1 Torhüter
      Durchführung

      A dribbelt an. B löst sich mit einer Auftaktbewegung vom passiven Gegenspieler C‘ und spielt einen Doppelpass mit A. C startet in den Rücken der Abwehr an die 16er-Linie. A spielt flach auf C in den Rückraum, der dann direkt auf das Tor abschließt. Dann führen A‘,B‘ und C‘ die Übung auf der anderen Seite durch. A geht auf Position B, B zu C und C zu A‘

      Variation

      Doppelpass und Bewegung wie zuvor. Nach dem Doppelpass löst sich B in den Rückraum und C startet auf den kurzen Pfosten. A spielt wieder in den Rückraum, nun aber auf B, der abschließt. A geht auf Position B, B zu C und C zu A‘

      Hinweis

      typische Situation im Spiel, wenn der Ball auf außen ist und die Spieler in die Mitte ziehen – durch die Steigerungsformen werden Tempo und Schwierigkeitsgrad größer und die Pausen geringer. Jeder Spieler muss nach seiner Aktion direkt an die nächste Aktion denken und umschalten

      Coaching Points

      • A: „Gegenspieler“ ausreichend binden; scharfes Zuspiel in den gegnerfernen Fuß von B; mit einem Tempowechsel in die Tiefe starten
      • B: explosiv vom „Gegenspieler“ lösen, Freilaufbewegung kann mit Lauffinte verbunden werden
      • C: nicht zu früh einlaufen; aus kürzer Distanz mit der Innenseite abschließen

        Autor

        Marc Fischer

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