VAR-System

    Der Videobeweis im Fußball dient zur Vermeidung von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen während eines Fußballspiels. Seit der Saison 2017/18 wird dazu in Deutschland und 14 weiteren europäischen Ligen der Video Assistant Referee (VAR) genutzt. In Deutsch wird er als Videoassistent bezeichnet. Das VAR-System wurde 2018 in verschiedenen Wettbewerben (z.B. Konföderationen-Cup und Bundesliga) erfolgreich getestet. Danach wurde es offiziell von der International Football Association Board (IFAB) in die Spielregeln eingeführt. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wurde das VAR-System über das ganze Turnier in Anspruch genommen

    Wie funktioniert das VAR-System?

    Die Videoassistenten sitzen in einer Zentrale und verfolgen die Spiele über die Monitore. In der Bundesliga befindet sich die Zentrale (Video-Assist-Center) in Köln. Die Videoassistenten bestehen aus einer Gruppe von erfahrenen Schiedsrichtern, die noch aktiv sind oder es früher waren. Unterstützt werden sie dabei von Zeitlupen, der Abseitslinie und der Goal-Line-Technology. Über Funk wird dem Schiedsrichter mitgeteilt, wenn eine zweifelhafte Entscheidung stattgefunden hat, oder etwas übersehen wurde. Der Schiedsrichter hat immer noch die Möglichkeit, die Situation auf dem Monitor auf dem Spielfeld zu beobachten. Er selbst trifft am Ende die Entscheidung.

    In welchen Situationen wird das Var-System eingesetzt?

    Es gibt 4 Fälle, in denen das VAR-System eingesetzt werden kann

    • Wenn ein regelwidriges Tor erzielt wird (Foul, Handspiel, Abseits und andere Regelwidrigkeiten)
    • Wenn ein Strafstoß/Elfmeter zu Unrecht gegeben oder übersehen wurde
    • Rote Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
    • Verwechslung eines Spielers (bei Roter, Gelb-Roter oder Gelber Karte)

    Voraussetzung für die Benutzung des Videoassistenten ist dabei, dass eine deutliche Fehlentscheidung stattfindet.