U14 – U23: Trainingswoche 49

    Unser Autor für den Jahrestrainingsplan: Luis Österlein (U14 Trainer Dynamo Dresden).

    Das Anbiete- und Freilaufverhalten kann je nach Position sehr unterschiedlich aussehen. Ein Stürmer wird beispielsweise immer einen Verteidiger im Rücken haben, während ein Innenverteidiger eher selten mit Druck von hinten rechnen muss. Die Spieler auf der Außenbahn müssen sich beim Anbieten nicht in alle Richtung orientieren, da das Spiel durch die Außenlinie beschränkt wird. Außerdem ergeben sich je nach Position unterschiedliche Optionen und Ziele zur Spielfortsetzung, welches das Anbieten und Freilaufen ebenfalls beeinflussen.

    Um diesen positionsspezifischen Anforderungen beim Anbiete- und Freilaufverhalten gerecht zu werden, wird in dieser und in der nächsten Woche die Bewegung ohne Ball auf den einzelnen Positionen trainiert. Zusätzlich wird das Anbieten und Freilaufen mit Anschlussaktionen verbunden, welche regelmäßig auf den einzelnen Positionen auftauchen.

    In den ersten 3 Trainingseinheiten wird das Anbiete- und Freilauferhalten der Spieler, welche unmittelbar am Spielaufbau beteiligt sind, trainiert. Begonnen wird mit der Position des Innenverteidigers, welche eine sehr wesentliche Rolle beim Gestalten des Spielaufbaus spielt. Der zentrale Verteidiger hat zum einen das Ziel das Spiel in die Tiefe voranzutreiben. Zeitgleich muss dieser aber auch in der Lage sein, sich richtig abzusetzen, um Drucksituationen auflösen zu können.

    In den beiden folgenden Trainingseinheiten wird es dann mit dem Anbiete- und Freilaufverhalten der Außenverteidiger und der Sechser weitergehen. Die erstgenannte Position schafft vor allem Breite, um den Gegner auseinanderzuziehen. Zeitgleich kann der Außenverteidiger, vorausgesetzt  er bietet sich nach einer Spielverlagerung auf der richtigen Höhe an, die Mittelfeldreihe des Gegners bereits überdribbeln.

    Der Sechser hat sehr unterschiedliche Möglichkeiten sich im Spielaufbau einzuschalten. Deshalb wird das Anbiete- und Freilaufverhalten des defensiven Mittelfeldspielers nicht nur in der letzten Einheit dieser Woche, sondern auch in der ersten Einheit der nächsten Trainingswoche trainiert.

    In der 2. & 3. Einheit der kommenden Woche wird außerdem trainiert, wie sich die Spieler in der Tiefe anbieten und freilaufen können, um nicht nur den Ball zu erhalten, sondern auch in eine günstige Ausgangslage für die Spielfortsetzung zu kommen.

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    Trainingseinheit 1

    Das Anbieteverhalten der Innenverteidiger ist bereits bei der Spieleröffnung durch den Torhüter sehr entscheidend. Je nah Positionierung der gegnerischen Stürmer, muss der Innenverteidiger sich so anbieten, dass dieser genug Zeit hat den Ball zu verarbeiten und das Spiel fortzusetzen. Dabei kann der Innenverteidiger auch direkt an der Grundlinie stehen, falls die gegnerischen Stürmer bis an den Strafraum vorschieben.  Eine Regeländerung vor dieser Saison hat die Spieleröffnung etwas erleichtert – Die Spieler des ballbesitzenden Teams dürfen sich nun auch im  Strafraum anbieten, wenn das Spiel durch den Torhüter eröffnet wird.

    Ist das Spiel erfolgreich eröffnet geworden, können die Innenverteidiger mit dem Spielaufbau beginnen. Die beiden zentralen Verteidiger agieren dabei in einer zurückgezogenen Position und agieren hinter den Sechsern und Außenverteidigern. Für die Innenverteidiger es ist wichtig, dass das Spielgeschehen vor sich immer im Auge behalten wird, um nicht unnötig unter Druck zu geraten. Deshalb bieten sich die zentralen Verteidiger immer in einer offenen Stellung an.

    Ergeben sich beim Spielaufbau erstmal keine Anspielstationen in der Tiefe, wird das Spiel erstmal in die Breite über die Außenverteidiger aufgebaut. Dabei ist es wichtig, dass sich die Innenverteidiger immer absetzen, um anspielbar zu sein.

    Zeitgleich kann der ballferne Innenverteidiger auch hochschieben, falls dieser Raum vor sich hat und das Spiel nach einer Verlagerung schnell machen kann. Wichtig ist nur, dass der zentrale Verteidiger nicht im Deckungsschatten verschwindet.

    Coaching Points

    Anbiete- und Freilaufverhalten der Innenverteidiger:
    • Bei der Spieleröffnung ausreichend absetzen, um genug Raum für die Ballverarbeitung und eine Anschlussaktion zu haben
    • Immer Anspielbarkeit herstellen und anzeigen (Kommandos & Absetzen)
    • Hochschieben, falls die Stürmer nach einer Verlagerung überdribbelt/überspielt werden können (dabei jedoch nicht im Deckungsschatten verschwinden)


    Übung 1 – Positionsspiel mit Passformen und Spielaufbau

    Organisation

    Den Torwart, die Viererkette u zwei 6er im aufgefächerten System mit Tellern auf dem Spielfeld markieren.

    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 6 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Die Spieler verteilen sich gleichmäßig im System (4-2). Der Ball wird nun innerhalb der Viererkette 2-mal durchverlagert und dann auf den hohen 8er gespielt. Der lässt den Ball auf den auf den 6er klatschen, welcher auf den Torwart zurück spielt.

    Hinweis
    • Auf Kommunikation achten
    • Ball An.- u. Mitnahme
    • Passqualität

    Coaching Points

    • Scharfes Passspiel innerhalb der Kette
    • Mit 2 Kontakten spielen
    • Positionen überspielen
    • Absetzen, um Anspielbarkeit herzustellen
    Variationsmöglichkeit:
    Ball frei innerhalb der Positionen laufen lassen

    Autor

     Markus Hummel

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    Übung 2 – Spielaufbau im Zentrum

    Organisation

    Spielneuaufbau im Zentrum mit Positionswechseln

    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 6 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Der Stürmer spielt auf den 6er. Dieser lässt den Ball auf den 10er abtropfen. Der 10er spielt auf den IV welcher den Ball nochmals auf den 6er spielt. Dieser passt den Ball auf den anderen IV. Der IV spielt auf den sich anbietenden ST, der für den Torschuss auflegt.

    Positionswechsel: ST auf 10, 10 auf 6, 6 auf IV, IV auf die andere IV-Pos.

    Coaching Points

    • IV: vor dem Erhalten des Balles absetzen
    • Auf ein spielnahes Tempo achten
    • Pässe in die Tiefe mit ausreichend Schärfe spielen

    Autor

    Josef Marinkovic

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    Übung 3 – Komplettparcour Torschuss nach Verlagerungen uns Koordination

    Organisation
    • Stangen, Ringe und Hütchen gemäß der Abbildung aufbauen
    • Die Spieler verteilen sich gleichmäßig auf die Startpositionen A, B und C
    • Alle Spieler an A haben einen Ball am Fuß
    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 3 + 1 Torhüter
    Durchführung
    • Der Trainer gibt ein Startkommando, bei dem alle 3 Spieler gleichzeitig ihren Lauf beginnen. A dribbelt im Slalom durch die Hütchen und spielt danach auf B. B führt durch die Koordinationsleiter eine Übung aus und empfängt den Pass von A. C springt/sprintet durch die Ringe.
    • A läuft über die Hindernisse. B dreht sich mit dem Ball mit dem Rücken zum Tor und zieht mit jedem Schritt (abwechselnd links, rechts) den Ball zurück bis zum 2. roten Hütchen, dreht sich zu C und spielt C an. C geht mit Sidesteps durch die liegenden Stangen und empfängt den Pass von B.
    • A sprintet auf das Quadrat zu, um das Quadrat herum (Körperrichtung immer nach vorne gerichtet) und zum Abschluss bis zum letzten gelben Hütchen nach vorne. B sprintet im Slalom durch die Stangen, empfängt den Pass von C und schießt noch vor dem 16er auf das Tor. C dribbelt auf die Stange zu, geht mit einem Übersteiger nach innen an der Stange(Gegenspieler) vorbei und spielt in die Mitte zu B
    • Nach jedem Durchgang laufen die Spieler locker zur nächsten Position. C muss dabei immer den von B geschossenen Ball mit zur A-Position mitnehmen.
    Hinweis

    Sollte ein Spieler mit seiner koordinativen Übung fertig sein und auf den Ball warten, soll er dem Ball entgegenkommen und „abholen“

    Autor:

     Marc Fischer

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    Übung 4 – Dreifach Torschuss

    Organisation
    • Übungsaufbau laut Animation. Anstatt Dummies können auch Stangen genutzt werden.
    • Wichtig: Der Trainer auf der Grundlinie spielt die Bälle für die Flanken ein und braucht somit genügend Bälle.
    Dauer/Spieleranzahl
    • 25min
    • min: 3 + 1 Torhüter
    Durchführung

    Siehe Animation:

    Die Aktion beginnt zentral. Der Spieler dribbelt auf den Dummy zu und geht mit einer Finte an ihm vorbei. Daraufhin schließt er auf das Tor ab. Gleich im Anschluss spielt er einen Doppelpass mit dem rechten Spieler. Der rechte Spieler legt den Ball quer auf den linken Spieler, welcher direkt aufs Tor abschließt. Der zentrale Spieler hinterläuft den rechten Dummy und bekommt einen Ball vom Trainer ins Feld gespielt. Der zentrale Spieler flankt auf die in der Mitte kreuzenden Spieler. Diese sollen möglichst direkt auf das Tor abschließen.

    Anschließen holen die Spieler die Bälle und stellen sich selbstständig in einer der drei Gruppen an.

    Coaching Points

    • Nach der Finte einen Tempowechsel durchführen
    • Doppelpass: nach dem ersten Pass ein Tempowechsel durchführen. Scharf in den Fuß des Mitspielers passen
    • Nicht zu früh einlaufen
    • Diagonal in Richtung Tor und Flankengeber einlaufen (vorher ballfern absetzen)

    Autor

     Jakob Welter

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    Trainingseinheit 2

    Der Außenverteidiger hat im Spielaufbau vor allem die Rolle die komplette Spielfeldbreite auszunutzen, um den Gegner auseinanderzuziehen oder auch diesen auf eine Seite zu locken. Dabei agiert Außenverteidiger ca. auf Höhe der zentralen Mittelfeldspieler. Jedoch sind, je nach eigener und gegnerischer Spielweise, auch Abweichungen zu beobachten.

    Beispielsweise kann gegen einen Gegner mit 3 Spitzen das Spiel auch mit einer flachen Viererkette aufgebaut werden. Dadurch wird eine Überzahl gegenüber den 3. Spitzen hergestellt, welche das Überspielen bzw. Überdribbeln der ersten Reihe des Gegners erleichtert. Aber auch das andere Extrem ist möglich.  Agiert ein Team beispielsweise mit einem abkappenden Sechser oder einer Dreierkette, können die Außenverteidiger sehr weit hoch schieben, um Gegenspieler in der Tiefe zu binden. Dadurch sind die Außenverteidiger nicht mehr unmittelbar am Spielaufbau beteiligt, sondern agieren eher als Zielspieler in der Tiefe.

    Wenn der Außenverteidiger am Spielaufbau beteiligt ist, gilt für diesen derselbe Grundsatz, wie für den Innenverteidiger – nicht geschlossen agieren. Der Außenverteidiger bewegt sich mit dem Rücken zur Seitenauslinie bzw. sein Körper zeigt leicht nach vorne. Jedoch sollte der Außenverteidiger sich nicht mit dem Rücken zur Spielrichtung bewegen. Durch die halboffene Stellung nutzt der Außenverteidiger sein Blickfeld ideal aus und kann sowohl die Tiefe als auch die Innenverteidiger, sowie das Spielfeldzentrum im Auge behalten.

    Deutet sich ein Anspiel auf einen Außenverteidiger an, ist es wichtig, dass dieser sich von seinem Gegenspieler ausreichend absetzt. Dadurch wird eine Ballan- oder mitnahme in einer offenen Stellung ermöglicht und das Spiel in die Tiefe erleichtert.

    Wird der Außenverteidiger nach einer Spielverlagerung eingesetzt, ist es wichtig, dass dieser zuvor so hoch wie möglich schiebt. Dabei sollte der Außenverteidiger aber nicht im Deckungsschatten seines Gegenspielers verschwinden. Außerdem sollte der Außenverteidiger nicht zu früh hochschieben, damit dieser immer noch eingreifen kann, falls es während der Spielverlagerung zu einem plötzlichen Ballverlust kommt.

    Coaching Points

    Anbiete- und Freilaufverhalten Außenverteidiger:
    • In halboffener Stellung agieren
    • Spielfeld möglichst breit machen
    • Gegenspieler möglichst weit entfernt vom eigenen Tor binden. Zeitgleich jedoch nicht im Deckungsschatten der gegnerischen Stürmer verschwinden.
    • Absetzen, um den Ball offen zur Spielrichtung verarbeiten zu können
    Alternative Möglichkeiten, um sich als Außenverteidiger im Spielaufbau anzubieten:
    • In der Tiefe agieren (besonders dann, wenn das eigene Team mit 3 Innenverteidigern das Spiel aufbaut)
    • Auf Höhe der Innenverteidiger agieren, um gegen 3 Spitzen eine Überzahl herzustellen
    • „hineinkippende“ Außenverteidiger: Laufweg ins Zentrum suchen, um den Gegenspieler zu binden und denn Passwege des Innenverteidigers auf den Flügelspieler zu öffnen


    Übung 1 – Dribbling im Zentrum mit Passen

    Organisation

    In einem Viereck positionieren sich die Spieler gleichmäßig an alle Ecken. Je zwei Bälle werden auf den diagonal gegenüberliegenden Seiten platziert.

    Dauer/Spieleranzahl
    • 15min
    • min: 6 Spieler
    Durchführung

    Die beiden Spieler mit Ball dribbeln gleichzeitig Richtung Mitte, umkurven das mittlere Hütchen und passen 90 Grad zum nächsten Spieler. Anschließend gehen die Passgeber ihrem Ball nach. Die Passempfänger führen die Übung identisch aus. Die Übung wird als Endlospassform fortgesetzt.

    Hinweis

    Vorgaben geben:

    • nur mit rechts
    • nur mit links
    • Beidfüssig

    Coaching Points

    Weiter Variationen durchführen: Ball nach links/ recht passen; Ball zwischen den Beinen pendeln lassen; vor dem Hütchen abkappen und denn Ball 90 Grad weiter passen; Das Abkappen mit einer Schere/Schussfinten/ Körperfinte verbinden

    Autor

    Stefan Podesky

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    Übung 2 – Kurzpassübung Raute

    Organisation

    Aufbau laut Graphik

    Dauer/Spieleranzahl
    • 20min
    • min: 8
    Durchführung

    A spielt einen Pass zu B. Dieser dreht auf und spielt den Ball zu C, welcher den Ball in einer offenen Stellung mitnimmt und zu D passt. Dieser passt zu E, welcher aufdreht und zu F passt. F nimmt den Ball in einer offenen Stellung mit und spielt den Ball zur Startposition von A. Nach ein paar Durchgängen kann die Übung mit 2 Bälle durchgeführt werden. Spieler A und D haben zu Beginn einen Ball.

    Variationen
    • A passt zu B. Dieser lässt auf A prallen, der den Ball zu C weiterspielt. Spieler C nimmt den Ball offen mit und passt zu D.
    • A passt zu B. Dieser lässt auf A prallen, der den Ball zu C weiterspielt. C spielt einen Doppelpass mit B und spielt den Ball dann weiter zu D
    Hütchenabstände

    je nach Passqualität – nicht zu groß, damit ein schnelles Kurzpassspiel entsteht

    Coaching Points

    • Spieler A und D: vor dem Erhalten des Balles absetzen
    • Spieler B: mit dem gegnerfernen Fuß aufdrehen; Spieler C in den Vorderfuß anspielen
    • Spieler C: seitlich in einer offenen Stellung absetzen und den Ball mit Tempo mitnehmen
    Variationen:
    • Spieler B: nach dem Klatschball auf die ballferne Seite absetzen, um den Passweg zu öffnen
    • Spieler C: Spieler B scharf in den Fuß spielen; nach dem Pass einen explosiven Tempowechsel durchführen; vor dem Doppelpass den „Gegenspieler“ andribbeln, falls der Abstand zu diesen zu groß ist

    Autor

    Thomas Handle

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    Übung 3 – Passschleife zum Hereinschieben der Außenverteidiger

    Organisation
    • Taktischer Schwerpunt: Die Außenverteidiger sollen lernen ins Zentrum zu ziehen, um Platz für den Flügelspieler zu schaffen, der dadurch in eine 1vs1 Situation gehen kann. Der Außenverteidiger soll dann durchlaufen und mit in die Box ziehen, um Torgefahr zu kreieren. Grundidee: Ein flexiblerer Ablauf im Angriffsdrittel, um auch tiefstehende Gegner öfter aus dem Konzept zu bringen.
    • Der linke Außenverteidiger, sowie der linke und rechte Offensivspieler sind jeweils doppelt besetzt, aufgrund der hohen Intensität durch die Sprints. Alle anderen Stationen können einfach besetzt werden.
    • 20 Minuten auf der einen Seite durchführen und immer wieder Timing des Freilaufverhaltens und des Passspiels coachen
    • Dann wird die Übung 20 Minuten auf der anderen Seite durchgeführt.
    Dauer/Spieleranzahl
    • 40min
    • min: 9 + 1 Torhüter
    Durchführung
    • Der rechte Verteidiger dribbelt an, kappt ab und spielt den Ball auf den rechten Innenverteidiger
    • Der rechter Innenverteidiger verlagert zum linken Innenverteidiger
    • Im Gleichen Moment startet der linke Verteidiger nach innen und der linke Offensivspieler weicht nach Außen an die Seitenlinie
    • Der linke Innenverteidiger spielt den Ball auf den linken Offensivspieler
    • Der Linke Offensivspieler geht ins 1vs1
    • Der linke Offensivspieler geht am Gegenspieler vorbei (Richtung Grundlinie)
    • Gleichzeitig startet der rechte Offensivspieler. Läuft zunächst mit der Abwehrlinie und startet auf den kurzen Pfosten kurz bevor der Ball quer gespielt wird
    • Der linke Offensivspieler bringt den Ball vors Tor
    • Der rechte Offensivspieler bzw. der durchgelaufene Linksverteidiger schließen direkt ab

    Coaching Points

    • Rechter Verteidiger: nach dem Abkappen einen Tempowechsel durchführen
    • Spiel mit scharfen Pässen und 2. Kontakten verlagern
    • linker Offensivspieler: steil andribbeln und mit Finte und Tempowechsel am Gegenspieler vorbei gehen; Hereingabe aus dem vollen Lauf spielen
    • linker Verteidiger & rechter Offensivspieler: nicht zu früh einlaufen; diagonal in Richtung Tor und Flankengeber einlaufen

    Autor:

     Marius Dordowsky

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    Übung 4 – Parallel Torschuss

    Organisation
    • Aufbau siehe Abbildung
    • eine Mittelzone für den Torabschluss errichten
    • an den Positionen A + B die Spieler gleichmäßig verteilen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 15min
    • min: 6 + 2 Torhüter
    Durchführung
    • Die ersten Spieler an Positionen A+B dribbeln gleichzeitig kurz an
    • Die Spieler spielen einen gut getimten Pass in die Abschlusszone des anderen Spielers
    • Die Spieler laufen weiter in Richtung Abschlusszone
    • Torabschluss (direkt oder je nach Passqualität 1-mal vorlegen)
    • Die Spieler stellen sich neben dem Tor an
    Variationen
    ·         diagonale Flugbälle
    • Dribbling + Finte vor der Mittelzone
    Feldgröße

    siehe Abbildung

    Hütchenabstände

    die gelbe Mittelzone je nach Leistungsstand zwischen 3-6 Meter

    Coaching Points

    • Nach dem Abspiel Tempo machen
    • Ball in den Lauf des Mitspielers passen
    • Zügig zum Abschluss kommen
    • Vor dem Abschluss den Blick nochmals vom Ball lösen
    • Variationen: Übung in die entgegengesetzte Spielrichtung durchführen; Ball mit der Innenseite / der Außenseite mitnehmen; mit dem ersten Kontakt nachziehen und dann abschließen

    Autor

     Jannick Pfau

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    Trainingseinheit 3

    Der Sechser hat sehr unterschiedliche Möglichkeiten sich im Spielaufbau den Innenverteidigern anzubieten. Dabei ergeben sich, abhängig davon, ob mit 1 oder 2 Sechsern gespielt wird, unterschiedliche Möglichkeiten. Grundsätzlich bieten sich dich Sechser im Rücken der gegnerischen Stürmer an. Lediglich wenn mit einem abkippenden Sechser gespielt wird, agiert dieser vor und nicht hinter den gegnerischen Spitzen.

    Im Folgenden werden einige Möglichkeiten des Anbiete- und Freilaufverhaltens für Systeme mit 1 Sechsern und mit einer Doppelsechs vorgestellt.

    Anbiete und Freilaufverhalten eines Sechsers:

    • Auf Lücke anbieten: Der Sechser bewegt sich in die Lücke zwischen die gegnerischen Spitzen, um von einem Innenverteidiger angespielt zu werden. Im Idealfall wird der Sechser dabei mit einem diagonalen Pass angespielt, wodurch der Ball besser direkt nach vorne mitgenommen werden kann.
    • Gegenläufig Freilaufen: Hat ein Innenverteidiger den Ball und die Möglichkeit anzudribbeln, wird dieser dann vom nächsten Mittelfeldspieler des Gegners gestellt. Hier machen Sechser häufig den Fehler, dass diese dem Ball entgegenkommen und sich in Richtung des Dribbelweg des Innenverteidigers anbieten. Setzt der defensive Gegenspieler dagegen ballfern ab, wird der gegnerische Mittelfeldspieler vor ein wirkliches Problem gestellt. Der gegnerische Spieler kann den Sechser decken, wodurch der Innenverteidiger weiter andribbeln kann, oder der Innenverteidiger wird gestellt. In diesem Fall kann der Innenverteidiger den Sechser einsetzen.
    • Abkippender Sechser: der Sechser bewegt sich zwischen die Innenverteidiger, welche sich nun etwas breiter positionieren. Mit den 3 Spielern auf der ersten Linie kann nun eine Überzahl gegen 2 Stürmer ausgespielt

    Anbiete- und Freilaufverhalten von 2 Sechsern:

    • Ballnah geht, ballfern kommt: Dabei startet der ballnahe Sechser in die Tiefe und öffnet den Raum. Der ballferne Sechser beläuft diesen Raum und kann den Ball diagonal nach vorne mitnehmen.
    • Zentrum halten: Dadurch wird versucht die Gegenspieler in der Spielfeldmitte zu binden. Gelingt dies, können die Innenverteidiger den Ball im Halbraum in die Tiefe spielen.
    • Tiefenstaffelung bilden: Dadurch kann der tiefere Sechser angespielt werden, welcher den Ball auf den 2.Sechser klatschen lässt. Dieser kann nun offen zur Spielrichtung agieren
    Coaching Points

    • Vororientieren
    • Versuchen in einer halboffenen Stellung zu agieren, um sowohl die Innenverteidiger als auch die Tiefe und die Gegenspieler im Rücken im Auge zu behalten.
    • Auf Lücke anbieten
    • Abkippender Sechser
    • Gegenläufig freilaufen
    • Ballnah geht, ballfern kommt
    • Tiefenstaffelung bilden
    • Zentrum halten


    Übung 1 – Anbieten und Freilaufen im Zentrum

    Organisation
    • 15x15m Feld
    • Positionen 6 (mehrfach), 8 und 10 (im Feld), sowie 9 einteilen
    Dauer/Spieleranzahl
    • 30min
    • min: 6
    Durchführung

    6 dribbelt an, 8 und 10 kreuzen(im Bogen freilaufen). 6 spielt auf 10, der den Ball auf 8 ablegt. 8 nimmt den Ball mit und passt auf 9, der sich seitlich anbietet.

    Coaching Points

    • Auf eine Tiefenstaffelung bei 8 und 10 achten, da sonst ein Querpass gespielt werden muss. Dies bringt ein hohes Risiko mit sich, da 8 und 10 in einem Spiel mit großer Sicherheit einen Gegenspieler in der Nähe haben. Agiert 10 jedoch tiefer, hat dieser sowohl die 8 als auch dessen Gegenspieler besser im Blick
    • Weiter Variationsmöglichkeit: ballnah geht, ballfern kommt

    Autor

    Willi Becker

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    Übung 2 – Passspiel mit Koordination und Sprint

    Organisation
    • drei Hütchen
    • zwei Fahnenstangen
    • drei kleine Hürden
    • ausreichend Bälle
    • zwei Spieler oder ein Spieler & ein Trainer
    Dauer

    20min

    Durchführung
    • A passt neben der linken Fahnenstange auf B
    • B lässt mit rechts auf A klatschen
    • A passt neben rechte Fahnenstange auf B
    • B lässt mit links auf A klatschen
    • Nach einigen Durchgängen ruft Trainer „Hepp“ und B sprintet zu den kleinen Hürden
    • B springt beidbeinig über die Hürden
    • B sprintet durch das kleine Hütchentor
    Hinweis
    • Passanzahl variieren (der Überraschungseffekt trainiert die Reaktionsschnelligkeit)
    • Auf sauberes Passspiel und Beidfüßigkeit achten.
    Variationen

    Passspiel:

    • Ball flach passen und flach zurück in den Fuß spielen
    • Ball werfen und mit Innenseite zurück in die Arme spielen
    • Ball werfen und mit Spann zurück in die Arme spielen
    • Ball werfen und zurück in die Arme köpfen (frontal & seitlich köpfen)
    • Ball werfen, mit Brust stoppen und zurück in die Arme spielen (Innenseite und Spann)

    Variationen Hürden:

    • Über Hürden laufen
    • Seitlich über Hürden laufen
    • Rückwärts über Hürde springen

    Coaching Points

    • Ball druckvoll zurückspielen
    • Mit kurzen, kräftigen Schritten beschleunigen
    • Hände richtig mitnehmen
    • Mit steigendem Tempo langsam aufrichten und die Schrittlänge steigern (Kniehub)

      Autor

       Marco Knigge

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      Übung 3 – Torschuss mit Mehrfachaufgabe

      Organisation
      • 1 Tor, 1 Hütchen, 4 Stangen, Bälle
      • Sollten keine Stangen vorahnden sein, können auch Hütchen verwendet werden. Allerdings wird das Umlaufen des Gegners mit Stangen spielechter. Sollten mehr als 12 Spieler im Training sein, ist die Übung auf 2 Toren durchzuführen, damit eine hohe Wiederholung gewährleistet ist. Sollte nur ein Torwart vorhanden sein, so können im 2. Tor Zielbereiche markiert werden.
      Dauer/Spieleranzahl

      25min

      min: 4 + 1 Torhüter

      Durchführung
      • Übung 1: Spieler A beginnt die Übung mit einem Pass auf Spieler B. Dieser lässt den Ball klatschen und bewegt sich seitlich zu einer Stange. Spieler C bewegt sich als Reaktion zur Stange auf der anderen Seite. Nun folgt ein Druckpass von A zu C. Spieler C nimmt den Ball an und geht um die Stange herum zum Torschuss. B geht anschließend auf die Position von C und A auf die Position von B.
      • Übung 2: Spieler A beginnt die Übung mit einem Pass auf Spieler B. Dieser lässt den Ball klatschen und bewegt sich um eine Stange und läuft an der 2. Stange ebenfalls vorbei. Spieler A spielt einen Druckpass auf C, der den Ball seitlich B in den Lauf spielt. Dieser nimmt mit einem Kontakt an oder schließt direkt ab. Spieler A geht auf die Position von C und C geht auf die Position von B.
      • Übung 3: Spieler A beginnt die Übung mit einem Pass auf Spieler B. Dieser lässt den Ball klatschen und bewegt sich seitlich um eine Stange. Spieler C bewegt sich als Reaktion zur Stange auf der anderen Seite. Nun folgt ein Druckpass von A zu C. Spieler C lässt den Ball auf B klatschen und umläuft die Stange. B spielt nun einen Ball in den Lauf von C. Dieser nimmt mit einem Kontakt an oder schießt direkt ab. B geht anschließend auf die Position von C und A auf die Position von B.
      Feldgröße

      35×20 Meter

      Hütchenabstände

      Die hintere Stangenreihe ist ungefähr 15 Meter vor dem Tor zu stellen. Die vordere Reihe ist 8 Meter vor der hinteren zu stellen. Die Stangen werden in Torbreite aufgestellt. Das Hütchen ist ebenfalls 8 Meter vor der ersten Reihe.

      Coaching Points

      • In dieser Übung lernen die Sechser, dass diese durch ihr Anbiete- und Freilaufverhalten nicht nur das Ziel haben den Ball zu erhalten, sondern auch Passwege in die Tiefe damit öffnen können. Gelingt es, dass der Sechser überspielt wird, sollte dieser dem Ball sofort nachgehen. Der angespielte Stürmer oder Flügelspieler in der Tiefe hat mit großer Sicherheit einen Gegenspieler im Rücken. Durch das Nachgehen bietet der Sechser dem Spieler in der Tiefe direkt eine Möglichkeit für einen Klatschball an.
      • Übung 1: scharfer Pass in die Tiefe; Spieler B: in halboffener Stellung zu einer Stange absetzen (Blick Richtung gegenüberliegende Stange); Spieler C: Ball mit dem gegnerfernen Fuß direkt mitnehmen und zügig zum Abschluss kommen
      • Übung 2 + 3: Spieler B: Nach dem Klatschball seitlich absetzen. Sobald der Ball in die Teife erfolgt mit Tempo nachgehen

      Autor:

      Robert Kustec

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      Übung 4 – Torschussparcours

      Organisation

      Aufbau eines Torschussparcours gemäß der Zeichnung. An jeder Station platzieren sich die Spieler mit Ihrem Ball.

      Dauer/Spieleranzahl
      • 15min
      • min: 4 + 1 Torhüter
      Durchführung
      • Gruppe A: Der Spieler dribbelt im Slalom durch den Hütchenparcours. Er startet sein Dribbling links neben dem Hütchen mit der linken Innenseite. Der Ball soll mit beiden Füssen geführt werden. Das bedeutet, rechts vom Hütchen rechter Fuß, links vom Hütchen linker Fuß. Der Torschuss erfolgt mit rechts gezwirbelt.
      • Gruppe B 1: Der Spieler macht vor dem Hütchen eine Sprungfinte und schießt. D.h. der Spieler nimmt den Ball mit der rechten Innenseite nach links am Hütchen vorbei mit und spielt den Ball (hinter dem Hütchen) mit dem rechten Außenrist nach rechts und macht einen Innenseit-/Vollspannstoß auf das große Tor. Gleicher Bewegungsablauf ist auch seitenverkehrt mit links möglich.
      • Gruppe B 2: Der Spieler umdribbelt mit freier Fußwahl die Hütchen und schießt mit rechts. Gruppe C: Der Spieler dribbelt im Slalom durch den Hütchenparcours. Er startet sein Dribbling rechts neben dem Hütchen mit dem linken Außenrist. Der Ball soll mit beiden Füssen geführt werden. Das bedeutet, rechts vom Hütchen linker Fuß, links vom Hütchen rechter Fuß (Außenrist). Der Torschuss erfolgt mit links gezwirbelt.
      • Die Gruppen können entweder für einen gewissen Zeitraum fest an einer Station sein oder nach jedem Torschuss im Uhrzeigersinn wechseln. Wenn kein Torwart in der Gruppe dabei ist, wird z.B. der Torschütze nach jedem nicht erzielten Tor zum Torwart.
      • Motivationshilfe: Wetten mit der Gruppe: „Ihr schafft keine 10 Tore in 3 Minuten. Verlierer macht 15 Liegestütze.“ Oder eine Wette Torhüter gegen Spieler, keine 10 Tore. Verlierer macht 15 Liegestütze.
      Hinweis
      • Darauf achten, dass das Passspiel mit einem Kontakt geschieht und der Ball in die Laufrichtung nicht zu weit vom Mitspieler gespielt wird.
      • Der Torschütze soll in hohem Tempo Richtung Tor laufen.
      • Saubere Ausführung der Körperfinte.
      • Ballannahme und Mitnahme sind jeweils nur ein Kontakt.
      • Verschiedene Torschusstechniken einfordern (Innenseite, Spann, Außenrist, Innenspann, Zwirbeln)
      • Schnelles Dribbling durch den Slalomparcours.
      • Beidfüßigkeit beim Torschuss üben.
      • Einfordern der richtigen Körperhaltung.
      • Beim Torabschluss nicht zuvor anhalten, sondern aus der Laufbewegung heraus schießen.
      Feldgröße

      35 x 20 Meter

      Hütchenabstände
      • Gruppe A+C: Zwischenabstände der einzelnen Hütchen betragen 1,5 Meter. Schussdistanz Mini-Tor zum ersten Hütchen maximal 10 Meter.
      • Gruppe B1: Abstände der einzelnen Hütchen betragen 3 Meter. Schussdistanz großes Tor zum ersten Hütchen maximal 16 Meter.
      • Gruppe B2: Abstände der einzelnen Hütchen betragen 4 Meter. Schussdistanz großes Tor zum ersten Hütchen maximal 15 Meter.

        Autor

        Christian Titz

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